Spieletest: Batman: The Telltale Series – Episode 1

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Die Telltale Spiele sind dafür bekannt, dass sie eine interessante Geschichte erzählen und unterhaltsam sind. Mit dem neuesten Spiel von Telltale darf man als Batman in Gotham City auf Schurkenjagd gehen. Mit einer verbesserten Engine möchte Telltale ein noch besseres Erlebnis an die Spieler bringen und welche Geschichte würde sich da besser anbieten als die von Bruce Wayne? Wir haben die erste Episode für Euch getestet und sagen Euch ob es sich lohnt auf Verbrecherjagd zu gehen.

Erst einmal ein wenig zur Geschichte der ersten Episode von Batman: The Telltale Series: Wer Batman nicht kennt, der sollte sich jetzt ganz schnell in eine Ecke stellen und sich schämen. Wir wollen allerdings nicht so sein und erklären ganz kurz, wer denn überhaupt Batman ist. Als Bruce Wayne noch ein Kind war, wurden seine Eltern Martha und Thomas Wayne von einem Dieb erschossen. Fortan wurde er von seinem Butler Alfred großgezogen. Am Grabe seiner Eltern schwor er, seine Heimatstadt Gotham City von Verbrechern zu säubern. Verkleidet als Batman, zieht er in den Kampf gegen Verbrecher und verbreitet neben einer Tracht Prügel auch Angst und Schrecken mit seinem Kostüm.

Cowl_1920x1080Auch in der ersten Episode von Telltale’s Batman geht es um die Familie Wayne. Diese soll nämlich laut einer geheimen Quelle in kriminelle Machenschaften verwickelt gewesen sein. In Ehre seiner verstorbenen Eltern lässt dies Batman natürlich nicht auf sich sitzen und versucht den Betrüger zu finden. Eine größere Rolle spielt auch Mafiaboss Carmine Falcone. Weitere Szenen im Spiel erinnern auch sehr stark an die DC Comicreihe “Batman: Das erste Jahr” und ich bin mir sicher, dass sich Telltale davon stark inspirieren hat lassen.

Bruce_Selina_Rooftop_1920x1080Gleich zu beginn des Spiels, stürzt man sich in eine Actiongeladene Quicktime-Event Szene, in der wir zahlreiche Kriminelle mit gezielten Tastendrücken außer Gefecht setzen. Dabei begegnen wir auch Catwoman, die uns das Leben nicht einfacher gestaltet. Nach einer kurzen und schlagkräftigen Auseinandersetzung wechselt die Szene in das Anwesen von Bruce Wayne, welcher die Präsidentschaftskandidatur seines Freund und Anwalts Harvey Dent sponsert.

Wie auch bei allen anderen Telltale Spielen gibt es wieder sehr viele Dialoge und Entscheidungsmöglichkeiten, die das fortlaufende Spiel beeinflussen. Die gravierendste Entscheidung der ersten Episode war vermutlich die Wahl mit welcher Figur man zukünftig kooperiert. Inwieweit sich dies auf die restlichen Episoden auswirkt, lässt sich jetzt noch nicht sagen.

Neben den Quicktime-Events gibt es noch einen weiteren aktiven Part im Spiel abseits der Dialoge. An gewissen Stellen muss man nämlich anhand gefundener Beweise auf Detektivarbeit gehen und sein Kombinationsgeschick auf Probe stellen. Setzt man nämlich die richtigen Teile zusammen, sieht man anhand eines Flashbacks, was am Tatort geschehen ist. Großartig war auch ein kleiner Ausflug mit Batmans Drohne. Nach kurzem Check der Lage musste man auf einer Mafiaparty insgesamt 4 Ganoven ausschalten. Wie man diese nacheinander ausschaltet, konnte man selbst bestimmen. Dies mag zwar nur eine Kleinigkeit sein, hat jedoch das Gefühl vermittelt, selbst auf Ganovenjagd zu sein.

Wie alle Telltale Spiele ist auch Batman mit einer Sprachausgabe bestückt. Zwar nur in Englisch aber zusätzlich lassen sich Untertitel aus insgesamt 7 Sprachen auswählen. Darunter fällt auch Deutsch. Leider muss man dazu sagen, dass einige Textpassagen noch nicht übersetzt wurden und an einigen Stellen wie z. B. in Fernsehnachrichten gar keine Untertitel angezeigt werden. Zwar ist dies nur vereinzelnd aufgetreten, an Professionalität zeugt dies allerdings nicht.

Warehouse_1920x1080Mit etwas mehr als 2 Stunden ist die Spielzeit der Ersten von insgesamt fünf Episoden im akzeptablen Bereich. Technisch muss sich Batman allerdings geschlagen geben. Während unserem Test auf der Xbox One mussten wir mit zahlreichen Frame-Einbrüchen im gesamten Spiel kämpfen. Obwohl Telltale angeblich die Engine verbessert hat, spürt man davon so gut wie gar nichts. Nichtsdestotrotz hat das Spiel mit einer Mischung aus Quicktime-Events und Dialogen eine Menge Spaß gemacht und wir freuen uns auf die nächste Episode.

Hinweis: Das Testmuster wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt.
Seht hier unser Let’s Play zu Batman: The Telltale Series

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