Spieletest: Blackwood Crossing

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Mit einer dramatischen und emotionalen Geschichte möchte Indie Entwickler PaperSeven mit Blackwood Crossing die Spielerherzen berühren. Wir haben uns mit Scarlett und Finn auf eine bezaubernde und zugleich bedrückende Zugfahrt begeben um unsere Erfahrung mit Blackwood Crossing an Euch weiterzugeben.

PaperSeven lautet der Name des Entwicklers des First-Person-Adventures namens Blackwood Crossing. Der Indie-Entwickler, bestehend aus ehemaligen Disney Black Rock Studio Entwicklern hat sich das Ziel gesetzt, packende Geschichten zu erzählen und zeigt im ersten eigenen Spiel wie gut das funktioniert. Alles fängt mit der Geschichte des Geschwisterpaars Scarlett und Finn an die eine Zugreise unternehmen, die alles andere als erwartet abläuft.

Ein Zug, ein junges Mädchen und ihr kleiner Bruder. Als Scarlett erwachen wir plötzlich während einer Zugfahrt und hören unseren kleinen Bruder Finn um Hilfe rufen. Nachdem wir bereits alle Zugabteile durchsucht haben, bleibt nur noch der Abstellraum. Plötzlich springt Finn, mit der Absicht uns zu erschrecken, vor die Tür. Dass es mit dem kleinen Jungen nicht einfach ist, zeigt die nächste Szene. Wir spielen “Simon sagt” und müssen den Anweisungen von Finn folge leisten. Erst dann kommen wir in den hinteren Teil des Waggons, wo Finn uns schon wieder davongelaufen ist. Weiter voran entdecken wir plötzlich eine merkwürdige Person im Hasenkostüm. Sie dreht sich um, alles wird schwarz und wir erwachen als Scarlett erneut an der Stelle, wo wir bereits vor 5 Minuten erwacht sind. Doch diesmal ist alles anders, der Hase steht bereits vor dem Wagenabteil und winkt uns zu. Wir sollen ihm folgen! Der nicht vertrauenswürdig aussehende Hase führt uns direkt zu Finn, der von einer Schwarzen Substanz in eine Art nichts eingesogen wird. Erneut wachen wir an der Stelle auf an der wir bereits vor Kurzem los gestartet sind und alles scheint wieder normal zu sein. So denken wir das zumindest.

Wer verbirgt sich hinter diesem Hasenkostüm?

So verwirrend das Spiel anfängt, so bleibt es auch fortlaufend. Ständig auf der Jagd nach Finn begeben wir uns durch die Zugwaggons und lösen Rätsel. Eines der Rätsel welches häufiger vorkommt, ist das Zusammensetzen unterschiedlicher Konversationen zweier Personen. Im Spiel treffen wir nämlich auch auf bekannte Personen aus Finn und Scarletts Leben. Darunter die Eltern sowie die Großeltern. Alle haben eine Maske auf und wirken ein wenig gespenstisch. Weshalb die Masken, wird im Verlauf des Spieles klar. Interagieren wir mit den einzelnen Personen, hören wir eine Passage aus einem Gespräch. Nun müssen wir den Gesprächspartner mit der passenden Antwort finden. Erst wenn alle Konversationen miteinander verknüpft wurden, können wir weiter. Im späteren Verlauf des Spiels können wir auch auf magische Art und Weise Feuer aufsaugen und bestimmte Gegenstände in Brand setzen. Zudem können wir an gewissen Stellen auch leblosen Gegenständen Leben einhauchen. Wann wir bestimmte Fähigkeiten einsetzen können, entscheidet das Spiel. In den insgesamt 3 unterschiedlichen Gebieten lösen wir ständig irgendwelche Rätsel, um mehr über Finn und Scarlett herauszufinden.

Die unterschiedlichen Rätsel sind alle recht einfach gehalten und sollen vermutlich nur ein wenig die spielerische Komponente erweitern denn eigentlich geht es in Blackwood Crossing gar nicht darum Euch viel Abwechslung oder Interaktion zu bieten sondern vielmehr um die wunderbar erzählte Geschichte von Scarlett und Finn. Was passiert hier? Wo befinden wir uns? Ist das eingetroffen, was ich bereits die ganze Zeit vermute? Genau diese Fragen treiben den Spieler voran. Gleichzeitig wird die Geschichte so fabelhaft und zugleich emotional präsentiert wie es bislang nur wenig Spiele geschafft haben. Das ganze Spiel wirkt so, als wären wir in einem Traum eines kleinen Jungen, der sich seine Welt so zurechtlegt, wie er es gerne hätte. Ein wachsender Baum, der in ein Baumhaus führt, inmitten eines Zugwaggons? Kein Problem! Ein Papierschmetterling der plötzlich zu Fliegen beginnt? Ist gemacht! So wunderbar alles beginnt, so schnell endet es auch, denn bei Blackwood Crossing werdet Ihr schnell den Abspann sehen. Lediglich 3 Stunden dürft Ihr mit Scarlett in eine emotionale Fantasiewelt eintauchen und trotzdem werdet Ihr am Ende genauso schlau sein wie am Anfang.

Mit der kurzen Spieldauer und der First-Person Perspektive stellen wir uns die Frage, wieso das Spiel nicht um eine VR-Funktion erweitert wurde. Die perfekten Voraussetzungen dafür sind gegeben und das Erlebnis wäre dadurch noch immersiver und emotionaler. Aber auch ohne virtueller Realität hat PaperSeven bewiesen, dass sie gute und vor allem sehr emotionale Geschichten schreiben können.

Blackwood Crossing ist seit 04. April 2017 für Playstation 4 und seit 05. April für Xbox One und PC erhältlich. Unser Test bezieht sich auf die Playstation 4 Fassung des Spiels und wurde mit einer Playstation 4 PRO gespielt.

Hier findest du unser Let’s Play zu Blackwood Crossing

Hinweis: Das Testmuster wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

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