Spieletest: No Man’s Sky

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Mit No Man’s Sky hat Entwickler Hello Games einen wahren Hype ausgelöst. Das Indie Sci-Fi Adventure Spiel welches Euch ermöglicht den weiten Weltraum und dessen Planeten zu erforschen, hat es endlich auf Playstation 4 sowie PC geschafft. Wir haben das Spiel für Euch auf einer Playstation 4 getestet und erzählen Euch, ob das Erforschen tatsächlich so viel Spaß macht, wie es sich anhört.

Wer wollte nicht schon immer einmal in den unendlichen Weltraum um dort neue Planeten und Sternensysteme zu entdecken? Dieser Kindheitstraum wird jetzt zumindest digital wahr denn mit No Man’s Sky hat der Indie-Entwickler Hello Games ein Spiel erschaffen, das genau dies von Euch verlangt: Den Weltraum erforschen! Und genau das fasst No Man’s Sky eigentlich schon zusammen. Review Ende!

Monolith

Nein! Natürlich hat No Man’s Sky wesentlich mehr zu bieten aber fangen wir mal ganz von vorne an. Das Spiel startet damit, dass Ihr auf einem Planeten abgestürzt seid und nun Euer Raumschiff wieder zurechtbiegen müsst. Also erst mal die Trümmer aufheben und schon erscheint eine merkwürdig aussehende Kugel. Hier kann man entscheiden, ob man eine Einführung in das Spiel wünscht oder lieber doch gleich direkt ohne Hilfe erkundet. Wir empfehlen jeden von Euch die Einführung auszuwählen. Danach wird uns noch einmal deutlich gemacht, dass wir diesen Planeten verlassen sollten und uns dringend um die Reparatur des Raumschiffes kümmern sollten.

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Der unendliche Weltraum lädt zum Erkunden ein

Folglich beginnt die Ressourcenjagd! Mit dem Bergbaustrahl bauen wir Isotope, Oxide sowie Silikate ab. Mit dem Scanner durchsuchen wir die Umgebung nach wichtigen Ressourcen, unbekannten Lebensformen oder Pflanzen. Alles kann gescannt und somit zu unseren Entdeckungen hinzugefügt werden. Jede erstmals von uns entdeckte Lebensform, Pflanze, Planet oder Wegmarkierungen kann umbenannt und hoch geladen werden. Neben dem Gewissen dieses Ding entdeckt zu haben, werden wir auch mit Units belohnt – die Währung des Spiels.

Sobald wir genügend Ressourcen gefunden haben, beginnen wir damit unser Raumschiff zu reparieren. Dazu müssen wir einige Materialen mit den von uns gefundenen Ressourcen zusammenbauen, um wichtige Geräte im Raumschiff wieder funktionstüchtig zu machen. Schnell fällt auf, dass wir doch mehr Material für das ruinierte Gefährt benötigen als vorerst gedacht. Also nichts wie auf zum erkunden des Planeten um die noch unbekannten Materialien zu finden.

Je nachdem wie gut oder schlecht das Spiel zu Euch ist, startet Ihr entweder auf einem trostlosen und kargen Planeten oder einem mit Wäldern und Pflanzen übersäten und einladenden Planeten. Meiner zählte eher zu Ersteren aber das hielt mich nicht davon ab, das unbekannte entdecken zu wollen. In den ersten Stunden und Schritten auf dem Planeten wird man sich immer mal wieder in Momenten befinden, die einen regelrecht staunen lassen. Etwa wenn wir unsere erste Lebensform entdecken und diese mit Kohlenstoffen füttern oder wenn sich das Klima des Planeten ändert oder wir gen Himmel schauen und andere Planeten von der ferne sehen. Der Zauber verfliegt jedoch bald und schnell wird Besagtes zur Gewohnheit.

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Auf Raumstationen warten oft Händler die Ihr Raumschiff an den Mann bringen möchten

Mit neuen Bauplänen zu Technologien, die überall auf den Planeten gefunden werden können, verbessern wir unsere Werkzeuge oder bauen neue Waffen. Auch das Raumschiff kann mit zusätzlicher Ausstattung aufgewertet werden. Schnell wird man jedoch feststellen, dass das Inventar zumindest am Anfang stark begrenzt ist und man sich für ein paar wenige Technologien entscheiden muss denn jede benötigt einen Inventarplatz. Glücklicherweise kann man die selbst gebauten Technologien jederzeit wieder zerstören und bekommt sogar die gesamten Ressourcen zurück.

Hat man genügend Lebewesen und Pflanzen auf einem Planeten entdeckt und bekommt das verlangen etwas Neues zu erforschen, geht es direkt mit dem Raumschiff in den Weltraum, um auch dort wieder auf neue Planeten, Meteoriten oder Raumstationen zu stoßen. Das riesige Sternensystem hält eine Vielzahl unterschiedlicher Planeten für uns bereit, die nur darauf Warten entdeckt zu werden. Wem das aktuelle Sternensystem zu klein ist, kann mittels Hyperantrieb zu anderen Systemen navigieren, um dort wieder neue Planeten zu entdecken. Wir haben versucht so weit wie möglich aus den Galaxien zu zoomen, haben aber keine Grenze gefunden – Ihr dürft Euch also auf insgesamt 18 Trillionen Planeten gefasst machen. Das reicht erst mal definitiv für ein oder zwei Leben!

GalacticMap
Mit 18 Trillionen Planeten und unzähligen Sternensystemen gibt es viel zu entdecken

Aber was tut man jetzt eigentlich den ganzen Tag auf einem Planeten außer Lebensformen zu Scannen und Ressourcen zu sammeln? Nunja man kann mit den spärlich auftretenden Außerirdischen kommunizieren und Handel betreiben, Wissen und Wörter der Gek-Spezies sammeln, Ruinen sowie Fabriken erkunden aber auch neue Technologien entdecken. Wer Action erwartet, wird enttäuscht sein, denn viele feindliche Rassen gibt es nicht. Ab und an greifen uns außerirdische Tiere an. Wenn wir kleine mechanische Destiny-artige Wächter angreifen, werden wir auch hier beschossen aber das war es auch schon. Den Großteil des Spiels wird man damit verbringen, Ressourcen für ein größeres Raumschiff zu sammeln oder neue Technologien zu erforschen. Kämpfen spielt definitiv keine große Rolle in No Man’s Sky.

No Man’s Sky ist mit Sicherheit kein Spiel für Menschen die Action erwarten, sondern eher für jene, die einen entspannten Abend auf einem fremden Planeten verbringen möchten, um dort so viel wie möglich zu entdecken, um letztendlich auf einen neuen unbekannten Planeten zu reisen, um dort erneut alles zu entdecken. Für die einen eher monoton für die anderen ein süchtig machender drang immer tiefer in den Weltraum vorzudringen, um neues und unentdecktes Leben auf unerforschten Planeten zu entdecken.

Grafisch besticht No Man’s Sky mit einer wunderschönen Fauna und Flora der einzelnen Planeten die zum entspannen einladen. Das Spiel lief auf der Playstation 4 mit 30 Frames pro Sekunde ohne Probleme.

Hinweis: Das Testmuster wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt.
Seht hier unser Let’s Play zu No Man’s Sky

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