William „B.J.“ Blazkowicz aka. Terror-Billy ist zurück! Mit Wolfenstein II: The New Colossus führt Bethesda Softworks und MachineGames die Serie fort und löst den gewaltigen Cliffhanger am Ende des Vorgängers Wolfenstein: The New Order auf. Was ist neu, besser, schlechter? Wir lösen diese Fragen in unserem Review zum Spiel auf!

Zielgruppe

Die Videospiel Geschichte von Wolfenstein führt zurück in das Jahr 1981, wo Castle Wolfenstein für Apple II veröffentlicht wurde. Bereits dort befasste sich das Spiel mit der Thematik des Zweiten Weltkrieges. Was als Schleichspiel anfing, entwickelte sich zu einem Shooter bei dem man reihenweise Nationalsozialisten zu bekämpfen versucht. Mit dem Kauf von ID Software wurde Wolfenstein mit dem Untertitel The New Order im Jahr 2014 erstmals von Bethesda Softworks veröffentlicht und vom Zenimax Media Tochterunternehmen MachineGames entwickelt. Mit der direkten Fortsetzung setzt Bethesda auf das altbewährte: eine interessante Story, viele Emotionen und ein packendes Einzelspielererlebnis in der First-Person-Perspektive. 

Gameplay & Inhalt

Wolfenstein II: The New Colossus setzt genau da an wo The New Order aufgehört hat. Obwohl das Spiel eine kurze Zusammenfassung des Vorgängers erzählt, empfehlen wir Euch jedoch dringend mit Wolfenstein: The New Order zu beginnen. Dass Ihr in diesem Teil der Serie wieder viel Story rund um B.J. Blazkowicz erzählt bekommt, zeigen bereits die ersten Minuten des Spiels. Dort dürft Ihr nämlich Einblick in die schwere Kindheit von William nehmen. Auch in den nächsten Stunden wird die Geschichte rund um William und den Mitgliedern des Wiesenauer-Kreises spannend weitererzählt. Grundsätzlich geht es wie immer darum, die Welt von Nationalsozialisten zu befreien. Wie bereits im Vorgänger wird auf die Originalsymbolik verzichtet und mit einer fiktiven Symbolik ersetzt. Auch kämpft Ihr in der deutschen Fassung nicht gegen Nationalsozialisten, sondern gegen „Das Regime“. Wer auf Originalinhalt Wert legt, greift zur amerikanischen Fassung des Spiels.

Wer sich fragt, wie William sich aus dem Cliffhanger des ersten Teils rausgewunden hat, dem möchten wir nicht zuviel verraten. Eines ist jedoch sicher: Es wird noch viel schlimmer, denn B.J. Blazkowicz geht durch die Hölle und zurück. Man möchte definitiv nicht in der Haut dieses Mannes stecken und spätestens in diesem Teil der Serie wird man eine emotionale Verbundenheit mit dieser fiktiven Figur entwickeln und reihenweise Mitleid empfinden.

Ob Mensch oder Maschine, auch T2000 will Euch an den Kragen!

Im Grunde bleibt sich Bethesda und MachineGames treu denn bis auf ein paar Kleinigkeiten hat sich an der Fortsetzung des Spiels nichts getan. Ihr seid ständig damit beschäftigt Euch an Eure Gegner anzuschleichen, um diese lautlos zu beseitigen oder konfrontiert diese in einem direkten Kampf. Während Ihr gegen Menschen, Hunde und Maschinen kämpft, sammelt Ihr immer mal wieder Medizin oder Rüstung ein um noch eine weile länger zu überleben. Für das besondere Eliminieren Eurer Feinde werdet Ihr mit permanenten Vorteilen belohnt. Hier gibt es auch schon die erste kleine Änderung, denn Eure Vorteile können jetzt verbessert werden. Habt Ihr genügend Gegner lautlos abgemurkst, dürft Ihr Euch zukünftig mit erhöhter Geschwindigkeit fortbewegen. Setzt Ihr dieses Manöver fort, könnt Ihr diesen Vorteil insgesamt fünf Mal steigern und Euch somit noch schneller im Spiel fortbewegen. Selbiges gilt auch für die zahlreichen anderen Vorteile im Spiel.

Diesmal führt es Blazkowicz auch nach Roswell

Um sich gegen das Regime zur Wehr zu setzen, hat William wieder einige Waffen in seinem Repertoire. Neben einfacher Pistole und Sturmgewehr dürft Ihr auch wieder zum Schockhammer und Laserkraftwerk greifen. Letzteres benötigt Ihr zudem auch um Metalplatten zu vaporisieren, die Euch den Weg versperren. Jede der sieben Hauptwaffen könnt Ihr mit jeweils 3 Erweiterungen ausstatten. Für jede Erweiterung benötigt Ihr jedoch ein Verbesserungs-Kit, welches sich in den jeweiligen Gebieten finden lässt. Kommt es mal hart auf hart, dürft Ihr mit dem erweiterten Akimbo-System diesmal sogar zwei unterschiedliche Waffen gleichzeitig abfeuern. 

Eine weitere große Neuerung sind die Kampfmodifikationen, aus denen Ihr wählen könnt. Insgesamt gibt es drei Stück davon und je nach Wahl habt Ihr Entscheidente Vorteile in den jeweiligen Gebieten. Seien es die Schlachtenläufer mit denen Ihr an höhere, bisher unerreichte Stellen gelangt, die Pythongurte welche Euch durch enge Stellen geleiten oder die Donnerfäuste, mit denen Ihr Wände durchbrechen könnt. 

Wie auch in den Vorgängern könnt Ihr wieder zahlreiche sammelbare Objekte finden. Neben Artworks, Gold und Schallplatten, lassen sich auch wieder sogenannte Enigma-Codes erbeuten. Diese könnt Ihr im späteren Spielverlauf dechiffrieren, um neue Nebenmissionen freizuschalten. In den Nebenmissionen könnt Ihr dann neue, bisher unerreichte Sammelobjekte finden. Es gibt also genügend zu tun, um das Spiel vollständig zu komplettieren. Auf einen Mehrspieler-Modus hat Bethesda bewusst verzichtet, um sich voll und ganz auf den Einzelspielermodus zu konzentrieren.

Technik

Wolfenstein II: The New Colossus muss sich nicht verstecken denn die Grafik ist gestochen scharf und das Spiel läuft mit konstanten 60 Bildern Pro Sekunde. PC, Playstation 4 PRO und Xbox One X Besitzer dürfen das ganze zudem in 4K bewundern. Musiktechnisch erinnert das Spiel sehr oft an einen guten Actionfilm. Die deutsche Sprachausgabe ist leider nicht immer lippensynchron. Einmal hatten wir sogar eine Ausgabeverzögerung von mehreren Sekunden. Der Übergang zwischen Spielszene und Filmsequenz dauerte meist ein paar Sekunden und zeigte währenddessen ein kurzes Standbild, sodass wir nicht selten dachten, das Spiel wäre abgestürzt.

Fakten

Name: Wolfenstein II: The New Colossus
Genre: First-Person-Shooter
Entwickler: MachineGames
Publisher: Bethesda Softworks
Plattform: PC | Xbox One | Playstation 4
Releasedatum: 27. Oktober 2014
Getestet auf: Playstation 4 PRO
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Medien

Das Spiel wurde uns für unsere Rezession vom Entwickler, Publisher oder einer Agentur zur Verfügung gestellt und beeinflusst nicht unsere Bewertung zum Spiel.

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