Spieletest: Dead Rising 4

Süßer die Zombieschädel nie klingen heißt es bei Capcom’s Dead Rising 4. Denn als Frank West geht es wieder auf Zombie Jagd in der abgefahrensten Art und Weise, die Ihr Euch vorstellen könnt. Wir haben uns in das digitale Kaufhaus in Willamette begeben und für Euch den ein oder anderen Zombie erlegt.
 
Erinnert Ihr Euch noch an Frank West aus dem ersten Dead Rising auf Xbox 360? Genau diesen Frank West verschlägt es erneut nach Willamette in Colorado und auch dieses mal erwarten den Fotojournalisten zahlreiche fleischfressende Zombies die nur darauf warten auf skurrile, jedoch kreative Art abgeschlachtet zu werden. So krank sich das auch anhört, das Spiel verliert dabei niemals seinen Witz und Charme denn die gebastelten Tötungsinstrumente sind teilweise so obskur, dass es schon wieder witzig ist.
 
Frank verteilt Geschenke in Form von Prügel
Wie schon erwähnt, metzelt man sich als Journalist Frank West durch insgesamt 7 Fälle, die gleichzeitig als Story dienen. Mit Kamera und unzähligen anderen Werkzeugen bewaffnet, begibt man sich also auf eine Reise quer durch Willamette, um herauszufinden, wie es zu einer erneuten Zombieplage kommen konnte, obwohl ja eigentlich bereits Impfstoffe existieren. Zeitdruck hat man diesmal jedoch nicht denn Capcom verzichtet im vierten Teil der Serie auf das übliche Druckmittel. Ihr dürft also abseits der Story bedenkenlos die teils offene Welt von Dead Rising 4 bewundern und allerlei Sammelobjekte finden sowie Nebenaufgaben bewältigen.
 
Zahlreiche witzige Kleidungen können von Frank angezogen werden
Bereits im Tutorial werdet Ihr erkennen, dass Ihr es in diesem Teil wirklich mit einer Menge hirnlosen Zombies zu tun bekommt. Da benötigt es logischerweise auch die passenden Tötungsmaschinen und die könnt Ihr Euch selber zusammenbasteln. Wer Bogen und Feuerwerk einstecken hat, muss nur noch 1 und 1 zusammenzählen, um herauszufinden, dass dies doch eigentlich die perfekte Kombination ergibt, um zum Weihnachtsfest gezielt Zombies explodieren zu lassen. Auch der Rasenmäher in Kombination mit einem Dreirad lässt das ein oder andere Weihnachtswunder bewirken. Abseits der doch obskuren Kombinationen gibt es auch normale Waffen wie beispielsweise einen Baseballschläger oder eine Maschinenpistole. Durch die überall verteilten Blaupausen habt Ihr allerdings eine Vielzahl an Möglichkeiten, die für Euch am besten geeignetste Waffe zu erschaffen.
 
Mit dem Raketen-Bogen stimmt man auf das neue Jahr ein
Wer nur der Story im Spiel folgt, wird etwa rund 10 Stunden beschäftigt sein, verpasst dabei aber viele witzige Elemente des Spiels. Zahlreiche Nebenaufgaben warten nämlich darauf, von Euch abgeschlossen zu werden. Dafür müsst Ihr etwa andere Überlebende von Zombies befreien oder eines Eurer Lager erweitern. Die Nebenaufgaben belohnen meist durch schicke neue Blaupausen oder Erfahrungspunkte, die Euch im Level aufsteigen lassen. Dadurch bekommt ihr Skillpunkte und könnt Frank neue Fähigkeiten beibringen. Dabei habt Ihr die Wahl zwischen 4 Pfaden, die Frank einschlagen kann. Ob Nahkampf, Stärke, Fernkampf oder Überleben, jeder der Bäume bietet unzählige Verbesserungen für Euer Alter Ego an.
 
Weihnachten und Zombies passen perfekt zusammen
Neben dem harten Alltag des Zombiemetzelns darf Frank auch immer mal wieder ein wenig Detektivarbeit leisten. Mit Kamera bewaffnet sucht er nach Beweisen, die fotografiert werden müssen. Oft müsst Ihr dazu auch zwischen den jeweiligen Filtern wechseln, um etwa per Nachtsichtfilter auch im Dunkeln sehen zu können oder Fingerabdrücke auf Codeeingabegeräten zu erkennen. Abseits der Detektivarbeit könnt Ihr auch ein Selfie schießen und dabei lustige Grimassen schneiden. Je nach Brutalität des Fotos erhaltet Ihr Punkte und einen Rang.
 
Frank muss nach 10 Jahren wieder zurück nach Willamette
Trotz den vielen tollen Neuerungen wie etwa das Ausbleiben der Werkbank, wenn man neue Waffen herstellt, gibt es auch einiges das eher negativ auffällt. Die offene Welt ist im Vergleich zu den Vorgängern eher mager ausgefallen und ist schnell abgelaufen. Auch die Bosskämpfe sind eher unspektakulär. Der fehlende Story Co-Op Modus schlägt hierbei besonders tief in die Magengrube und hat sicherlich viele vom Kauf abgehalten. Auch grafisch hat sich Dead Rising 4 nicht großartig verbessert. Dafür dürft Ihr jetzt unendlich viele Zombies metzeln denn diese tauchen ständig aus dem nichts auf. Das Spiel bleibt auch gewohnt brutal und bietet neben jeder menge roter Zombiesoße auch allerlei Körperteile, die durch die Gegend fliegen. Trotzdem hat das Spiel gewaltig an düsterer Atmosphäre verloren und zieht sich viel zu sehr ins lächerliche als wirklich ernst genommen zu werden.
 
Frank nutzt alles was er findet um die Zombiehorden zu vernichten
Wer genug von der Einzelspieler Kampagne hat, kann sich im Multiplayer mit bis zu drei weiteren Freunden auf ein ganz eigenständiges Spiel gefasst machen. Hier müsst Ihr nämlich kleinere Missionen erledigen und schlagkräftige Bosse besiegen. Außerdem habt Ihr einen separaten Skillbaum der Euch Fähigkeiten für den Multiplayer Modus bereithält. Hier hat Capcom versucht den fehlenden Story-Co-Op Modus zu kompensieren und hat fernab der sonst in anderen Spielen verwendeten Wellenkämpfen etwas ganz spezielles auf die Beine gestellt.
 
Dead Rising 4 ist trotz Zombieapokalypse ein Spiel das zum Zurücklehnen und Entspannen einlädt denn so wie auch die Zombies, benötigt man zum Spielen kein Hirn. Durch die Zombies metzeln, auf die Tasten schlagen, sich ein wenig von den Filmsequenzen bedienen und der – trotz Setting – fröhlich klingenden Weihnachtsmelodie lauschen. Mehr benötigt es nicht um ein gelungenes Weihnachtsfest zu genießen und sich auch danach noch den ein oder anderen Abend damit zu vergnügen.
Hinweis: Das Testmuster wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt.
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