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    Spieletest: Final Fantasy XV

    10 Jahre mussten Fans auf den neuesten Final Fantasy Ableger warten. Zunächst 2006 als Final Fantasy Versus XIII für die Playstation 3 angekündigt, wurde das Spiel während der E3 2013 als Final Fantasy XV für Playstation 4 sowie Xbox One präsentiert. Ob der Generationswechsel dem Spiel geschadet hat oder Ihr trotz aller Umstände ein gelungenes Final Fantasy Abenteuer erwarten könnt, erfahrt Ihr in unserem Test zum Spiel.

    Lange war es still um die Final Fantasy Serie bis Square Enix Mitte des Jahres das volle Merchandise-Programm für Final Fantasy XV ausgepackt hat. So sollte dieses Jahr nicht nur das lang erwartete Spiel erscheinen, sondern gleich auch noch eine 5-teilige Animeserie sowie ein kinoreifer Film zum Spiel. Während der Film “Kingsglaive” die Vorgeschichte des Spiels erzählt, erfahrt Ihr in der Animeserie mehr über die 4-köpfige Gruppe namens Noctis, Ignis, Gladiolus und Prompto. Ein gutes Jahr für Fans der Serie und wir empfehlen dringend, zumindest Kingsglaive vor dem Spielen von Final Fantasy XV anzusehen.

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    Noctis, Prompto, Gladio und Ignis halten zusammen!

    Wer die Final Fantasy Teile kennt, der weiß, dass die Spiele meist mit einer großartigen Geschichte geschmückt sind. So ist es auch in Final Fantasy XV. Die Nationen Niflheim und Lucis befinden sich im ewig währenden Krieg, bis eines Tages ein Friedensangebot seitens Niflheim beschlossen wird. König Regis von Lucis wittert einen Verrat und schickt seinen Sohn weit weg in die Stadt Altissia, zur Vermählung mit Prinzessin Lunafreya. Gemeinsam mit seinen Freunden und Wächtern Ignis, Gladiolus und Prompto begibt Noctis sich auf eine lange Reise voller Gefahren, Hindernissen und Überraschungen.

    Bereits in der Vergangenheit hat sich Final Fantasy ständig neuen Techniken bedient. So gab es immer wieder Änderungen im Kampfsystem, neue Systeme zur Steigerung der Fähigkeiten sowie interessante Spielelemente wie etwa das Kartenspiel Triple Triad. Das Grundprinzip blieb dabei jedoch immer gleich: rundenbasierte Kämpfe, Speichersteine sowie lineare und schlauchartige Gebiete. Das ändert sich nun jedoch gewaltig, denn in Final Fantasy XV bleibt kein Stein auf dem anderen. Hier wurde so ziemlich alles angefasst und verändert. Vom actionbasierenden Kampfsystem ala Final Fantasy Type-0 bis hin zu einer riesigen offenen Welt mit Hunderten Nebenquests. Das mag sich vielleicht abschreckend anhören und eingefleischte Fans der Serie argwöhnisch dreinblicken lassen, bringt aber frischen Wind in die Serie und wertet das Spiel keinesfalls ab. Wie Square Enix so schön sagt: Ein Final Fantasy für Fans und Neueinsteiger!

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    Das Kampfsystem erinnert stark an Final Fantasy Type-0 und ist Actiongeladener als die Vorgänger

    Während Ihr Eure ersten Schritte in der offenen Spielwelt beschreitet, lernt Ihr an kleineren Gegnern das Kampfsystem kennen. Dieses ist zwar einfach gehalten, möchte jedoch in einigen Kampfszenen gut beherrscht sein. Als Noctis habt Ihr die Möglichkeit Waffen oder Zauber auf eine Schnellleiste zu legen, um anschließend mit der Kreis- oder B Taste auf Eure Gegner einzuschlagen. Die Schnelleiste, könnt Ihr jederzeit im Kampf mit dem Steuerkreuz bedienen. So dürft Ihr etwa schnell mal Feura wirken und anschließend mit dem Speer auf Euer Ziel stürmen. Noctis beherrscht nämlich den sogenannten Warpwandel, der Euch blitzschnell Eurem Ziel näherbringt und damit gewaltige Schläge austeilen lässt. Außerdem könnt Ihr damit während eines Kampfes an höher gelegten Stellen eine kurze Verschnaufpause einlegen um nicht nur Euer Mana, sondern auch die Lebenspunkte zu regenerieren und anschließend wieder zum Gegner Warpwandeln. Die Kämpfe laufen dieses Mal nicht rundenbasiert ab und wirken dadurch viel schneller. Dass Ihr nur Noctis steuern könnt und Eure Kameraden selbstständig agieren, ist etwas, woran sich Final Fantasy Veteranen gewöhnen müssen. Einzig Spezialkommandos Eurer Gefährten lassen sich mittels Schultertasten aktivieren.

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    Auch ein Tag und Nachtwechsel findet sich im Spiel

    Während Ihr das Kämpfen lernt und Eure Hauptquest Euch durch die offene Spielwelt führt, entdeckt Ihr auf Eurer Minimap zahlreiche neue Nebenmissionen in Form dargestellter Fragezeichen. Habt Ihr mit der hilfsbedürftigen Person gesprochen, wandert die neue Quest direkt in Euer Aufgabenverzeichnis. Dort könnt Ihr dann die Quest auswählen, die Ihr als nächstes angehen wollt, und werdet mit einer Markierung zum nächsten Questziel geleitet. Die Quest-Markierung könnt Ihr immer nur für eine Quest aktivieren. Um Eure Hauptquest immer im Überblick zu behalten, wird diese, anders als die Nebenquests, in Rot dargestellt. Wenn Ihr immer noch nicht genug zu tun habt, dürft Ihr Euch ebenso als Jäger behaupten und wilde Kreaturen jagen. Mit jedem erlegten Biest steigt Euer Jagdrank und offenbart neue und gefährlichere Jagdziele, die dafür allerdings auch bessere Belohnungen bieten.

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    Durch rechtzeitiges Blocken erspart Ihr Euch manch Schmerz.

    Weil überall tolle Missionen warten und die Welt doch so gewaltig ist, benötigt es logischerweise ein passendes Gefährt und so habt Ihr neben der Möglichkeit, serientypisch auf Chocobos zu reiten auch ein tolles Auto im Gepäck. Die Regalia – eine prinzengerechte Karosserie, die Ihr sogar aufmotzen und verzieren könnt. Ihr steigt also in Euer Fahrzeug, betankt es eventuell vorher noch und drückt aufs Gas. Hier schränkt Euch das Spiel jedoch gewaltig ein denn fahren dürft Ihr nur auf der Straße und auch dort nur mit einer mäßigen Geschwindigkeit. Ist Euch das Fahren (Also das Betätigen der Schultertaste) zu mühsam, könnt Ihr Ignis darum bitten, Euch zum vorher definierten Ziel zu kutschieren. Hier beginnt allerdings auch gleich eine Schwachstelle des Spiels. Wollt Ihr Nebenmissionen erledigen, müsst Ihr meist elendslang mit dem Fahrzeug herumfahren, um am Ziel anzukommen. Da dauert es manchmal sogar 5 Minuten, in denen Ihr Ignis beim Fahren zusehen müsst, um am Ende lediglich eine Zwiebel zu pflücken und anschließend denselben Weg wieder retour nehmt. An einigen Stellen im Spiel könnt Ihr zwar eine Schnellreise nutzen, die langen Ladezeiten dazwischen machen das jedoch auch nicht besser. Hier hätte man die einzelnen Missionsziele unserer Meinung nach näher zusammenrücken können um nicht immer nur mit der Regalia unterwegs sein zu müssen.

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    Eure Regalia lernt im späteren Verlauf auch das Fliegen

    Wenn Ihr gerade mal nicht mit der Regalia unterwegs seid, gibt es allerlei zu entdecken. Überall könnt Ihr Sammelstellen finden, um Euch mit Ressourcen einzudecken, die etwa für Ignis Kochkunst benötigt wird. Dieser kann Euch nämlich an den zahlreichen Campingplätzen ein leckeres Gericht zaubern, welches Eure Statuswerte für einen gewissen Zeitraum verbessert. Je öfter Ignis kocht, umso besser werden seine Kochkünste die eine Maximalstufe von 10 erreichen können und pro Stufe neue Boni preisgeben. Voraussetzung für ein leckeres Gericht ist nicht nur das Wissen darüber, sondern auch die benötigten Zutaten. Rezepte lernt Ignis unter anderem durch Zeitschriften und gefundenen Reagenzien. Aber Ignis ist nicht der Einzige mit tollen Fähigkeiten. Noctis beherrscht die Fähigkeit zu Angel, Gladiolus steigert seine Überlebenskünste umso weiter Ihr im Spiel vorankommt und Prompto nutzt jede Gelegenheit um einen weiteren Schnappschuss seiner Fotokollektion hinzuzufügen. Diese dürft Ihr übrigens nach jedem Rasten selbst bewundern und nach Belieben auf Eurer Playstation speichern oder im Social Media veröffentlichen.

    ffxv_afrojack_trailer_screenshot_06_14_1465892828-06-2016Eine weitere Neuerung im Spiel ist das Levelsystem. Eure gewonnene Erfahrung wird nämlich zuerst einmal nur zwischengespeichert und tatsächlich erst in Anspruch genommen, nachdem Ihr gerastet habt. Dabei könnt Ihr je nach Schlafplatz unterschiedliche Multiplikatoren erhalten. Rastet Ihr etwa im Freien, bekommt Ihr Eure Erfahrung 1:1 gut geschrieben. Im Wohnwagen bekommt Ihr einen Multiplikator von 1,2 und im Hotel dürft Ihr Euch über einen Multiplikator von bis zu 3 freuen. Logisch, dass Ihr hier dann auch tiefer in die digitale Geldbörse greifen müsst. Habt Ihr genügend Erfahrungspunkte, steigt Ihr nicht nur im Level, sondern bekommt auch Fähigkeitspunkte, die Ihr in unterschiedliche neue Fähigkeiten investieren könnt. Die Fähigkeiten sind hierbei in Kategorien unterteilt, sodass Ihr die Fähigkeiten erlernen könnt, die Eurem Spielstil entsprechen. Eine weitere interessante Neuerung ist das Erschaffen von Zaubern. Diesmal müsst Ihr Euch nämlich selbst um das Synthetisieren von Magie kümmern. Dazu könnt Ihr erbeutete Blitz-, Feuer- oder Eiselemente kombinieren und mit einer Extrazutat verfeinern. Dabei kommen allerlei tolle Kombinationen heraus die Euch während Eurer Abenteuer gewaltig unterstützen.

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    Überall lauern gewaltige Kreaturen
    Wer sich jetzt fragt, wo die zwei wichtigsten Elemente der Reihe sind, der wird sich freuen denn es gibt nach wie vor so was ähnliches wie Limitbreaks und Bestias. Im späteren Verlauf des Spiels könnt Ihr, ähnlich wie in den Vorgängerspielen einen Balken vervollständigen. Ist dieser voll, könnt Ihr mit sogenannten Königswaffen eine mächtige Spezialattacke ausführen. Außerdem dürft Ihr Euch den Segen zahlreicher Götter einholen. In Gefahrensituationen werden Euch dann altbekannte Charaktere wie etwa Ramuh und Shiva mit imposanten Zwischensequenzen zur Hilfe eilen.
     
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    Nur einer der vielen Feinde mit denen Ihr es aufnehmen müsst
    Neben der schier unendlichen Anzahl der Möglichkeiten zur Beschäftigung in Final Fantasy XV bringt das Spiel auch wieder eine grandiose Story mit sich. In insgesamt 14 Kapitel, einem Prolog sowie Epilog werdet Ihr rund 40 Stunden beschäftigt sein. Mit allen Nebenmissionen verspricht Square Enix sogar weit mehr als 200 Spielstunden.
     

    Technisch kann man zu Final Fantasy XV nur eines sagen: atemberaubend! Jeder Winkel im Spiel sieht fabelhaft aus. Wer eine Playstation PRO sowie einen 4K Fernseher besitzt, darf sich über gestochen scharfe Bilder freuen. Alternativ kann auf der PRO auch auf 60 Frames pro Sekunde gewechselt werden, dafür muss jedoch auf die 4K Auflösung verzichtet werden. Alle anderen Konsolen müssen sich mit 30 Frames zufriedengeben. Ein weiteres Highlight ist die Premiere einer deutschen Sprachausgabe. Obwohl einige Charaktere eher lieblos oder unpassend gesprochen werden, kann sich die Sprachausgabe im Großen und Ganzen hören lassen. Alternativ kann jederzeit zur japanischen oder englischen Sprachausgabe gewechselt werden. Neben ein bis zwei Spielabstürzen gab es keine weiteren technischen Mängel.

    ffxv_gamescom_stills_15Final Fantasy XV besticht nicht nur mit der gewaltigen und offenen Welt voller kleiner und gigantischer Kreaturen, sondern lässt die Serie erneut im Glanz erstrahlen. Fans der Serie sollten hier definitiv nicht abschrecken, sondern sich erneut auf ein atemberaubendes Abenteuer einlassen. Auch Neulinge kommen hier gewaltig auf ihre Kosten und werden lange beschäftigt sein. Wir sagen nur: Eine Fortsetzung kann gerne kommen!

    Hinweis: Das Testmuster wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt.
    Hier könnt Ihr Final Fantasy XV via Amazon erwerben

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