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    Spieletest: Harmonix Music VR

    Die Playstation VR bietet viele Möglichkeiten an, in die virtuelle Realität einzutauchen. Mit der Musiksoftware Harmonix Music VR versucht Entwickler Harmonix die Spieler mit Musik und visuellen Effekten zu fesseln. Wir haben uns darauf eingelassen und berichten Euch, ob wir entspannte oder eher verkrampfte Erfahrungen gemacht haben.

    Eines sei vorab gesagt. Bei Harmonix Music VR handelt es sich keineswegs um ein Spiel, sondern eher um einen Musikplayer mit tollen visuellen Effekten. Man könnte eigentlich sagen, wir haben es hier mit einem Winamp der nächsten Generation zu tun. Wie bei jedem VR-Titel benötigt Ihr auch hier eine Playstation VR Brille.

    Sobald Ihr Harmonix Music VR gestartet habt, dürft Ihr zwischen 4 Erfahrungen auswählen. Der erste Modus namens The Beach führt Euch zu einem Strand, bei dem Ihr nicht nur Eure oder die mitgelieferte Musik hört, sondern auch mit Kopfbewegungen interagieren könnt. So gibt es überall einige Objekte, die bei längerem Betrachten einen neuen visuellen Effekt hervorrufen. Diese sehen nicht nur atemberaubend aus, sondern bewegen sich im Takt der abgespielten Musik. Mit einer Kopfbewegung könnt Ihr dann den Effekt jederzeit abbrechen und Euch anhand anderer Objekte einen neuen Effekt anzeigen lassen. Viele Effekte gibt es bei The Beach nicht, aber allein die Umgebung lädt zum Entspannen ein.

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    Ein weiterer und aus meiner Sicht der beste Modus ist die Staffelei. Hier benötigt Ihr allerdings zwei Move Controller. Besitzt Ihr diese, könnt Ihr damit 3D-Zeichnungen kreieren. Diese könnt Ihr anschließend sogar anfassen und an jede beliebige Stelle platzieren. Besonders toll: Auch die Zeichnungen bewegen sich analog zur Musik. Um das Ganze noch ein wenig kreativer zu gestalten, könnt Ihr unterschiedliche Pinsel benutzen, um Euren Zeichnungen das gewisse etwas zu verleihen. Neben normalen Pinseln gibt es auch ausgefallene wie etwa Laser, der sich anschließend in die Richtung bewegt, in welche Ihr gezeichnet habt. Schade war die Tatsache, dass man nur das gesamte Kunstwerk positionieren konnte und nicht einzelne Bereiche. So fehlte die Möglichkeit, Objekte gezielt zu platzieren.

    Der dritte Modus namens “The Trip” benötigt gar keine Interaktion, sondern verlangt von Euch einfach nur da zu sitzen und zu entspannen. Stellt Euch einen riesigen Equalizer in Form eines Kaleidoskops vor. Natürlich alles im Takt der Musik. Mehr als den virtuellen Effekten und der Musik zu lauschen gibt es hier nicht.
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    Als letzter Modus bietet sich “The Dance” an. Hier habt Ihr im wahrsten Sinne des Wortes alles im Griff und dürft Tanzgott spielen. Ihr befindet Euch vor einer Tanzbühne und habt bereits tanzende Gäste. Anhand des Controllers könnt Ihr die Körperteile Eurer Gäste auswählen und ihnen neue Tanzbewegungen lernen. Dies macht Ihr, indem Ihr den Controller in die gewünschte Richtung bewegt. Fortan wird sich der besagte Körperteil genauso verhalten. Weiters könnt Ihr die Figuren greifen und wo anders hin platzieren. Wer gerne einmal DJ sein möchte, kann auch mal an das Mischpult und ein wenig herumexperimentieren.

    Mehr als diese 4 Modi gibt es nicht. Durch die Vielzahl der Songs taucht man anhand der unterschiedlichen visuellen Effekte jedoch immer wieder in ein neues Erlebnis ein. Trotzdem bleibt es eine Spielerei, denn wer möchte, schon gerne stundenlang die VR-Brille aufsetzen müssen, während man Musik hört? Wir sehen Harmonix Musik VR als Experiment mit wenig Inhalt.

    Hinweis: Das Testmuster wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt.
    Hier könnt Ihr Harmonix Music VR im Playstation Store erwerben
    (Nicht im österreichischen Store erhältlich)

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    FAZIT

    Mit Harmonix Music VR hat Entwickler Harmonix einen Musik Equalizer für die virtuelle Realität erschaffen. Trotz Kleinerer spielerein bleibt es auch nur ein Musikplayer. So atemberaubend die unterschiedlichen visuellen Effekte auch sein mögen, so schnell verfliegt der Zauber auch schon wieder. Wer gerne mit einer VR-Brille Musik hören möchte, greift zu. Alle anderen überlegen besser zweimal, ob es sich lohnt dafür 15€ zu investieren.

    REVIEW OVERVIEW

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