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    Spieletest: Metroid Dread

    Mit Metroid Dread erschien der fünfte Teil des beliebten Metroidvania Spiels. Diesmal geht es mit Samus in ein 2D-Abenteuer, wo sie nicht nur Jäger, sondern auch Gejagte sein wird. Wir haben uns das Spiel genauer zur Brust genommen und verraten euch, wie sich Samus im neuesten Teil der Serie schlägt.

    Kein Metroid Prime 4 Lückenfüller

    Obwohl viele Spieler nach einem Metroid Prime 4 schreien, hat Nintendo stattdessen Metroid Dread, ein 2D-Abenteuer mit Samus veröffentlicht. Das ist aber keineswegs ein Lückenfüller, bis ein weiteres 3D-Abenteuer erscheint, sondern ein vollwertiger Titel, der mit Story und Gameplay überzeugt. Aber beginnen wir erst einmal bei der Geschichte.

    Nach einer Videobotschaft an die galaktische Föderation mit dem Hinweis, dass das X – ein grauenhafter und tödlicher Parasit mit dem Samus in den Vorgängern zu kämpfen hatte – überlebt hat, entsandte die Föderation eine Spezialeinheit aus sieben E.M.M.I.-Robotern zum entlegenen Planeten ZDR. Dort wo sich der Parasit aufhalten sollte. Doch kurz nach der Ankunft verschwand die gesamte Einheit. Samus wurde beauftragt ZDR zu erkunden um herauszufinden ob das X tatsächlich überlebt hat und was mit den E.M.M.I.-Robotern geschehen ist. Es dauert allerdings nicht lange, bis Samus herausfindet, dass die Roboter korrumpiert wurden und nun Jagd auf Samus machen. Damit ist das Auskundschaften von ZDR nicht mehr so einfach wie einst gedacht. Obwohl Metroid Dread ein direktes Sequel zu Metroid Fusion ist, müsst ihr keinerlei Vorkenntnisse besitzen, um die Geschichte zu verstehen.
     
    In Metroid Dread verschlägt es Samus auf den düsteren Planeten ZDR
    Kurz nach der Landung werden Samus die Kräfte entzogen, was der Grund dafür ist, weshalb man lediglich mit dem Power Beam und den Missiles startet. Erstes fungiert als eure Hauptwaffe, die ihr unendlich oft einsetzen könnt. Um mit den Missiles zu schießen, die wesentlich kraftvoller sind, benötigt ihr Raketen-Munition, die ihr im Laufe eurer Erkundung überall finden könnt. Mit druck auf die “L”-Taste, könnt ihr euer Laservisier aktivieren und mit dem linken Analogstick euer Ziel um 360° bewegen, was ein freies Zielen möglich macht. Damit habt ihr in der 2D-Seitenansicht immer volle Kontrolle, worauf ihr schießen möchtet.

    Packendes Katz- und Maus-Spiel mit gefährlichen Kampfrobotern

    Man macht sich also schlecht bewaffnet auf den Weg, den Planeten zu erkunden und die vermissten E.M.M.I. zu finden. Gleich zu Beginn trifft man auf die ersten Gegner während das Spiel durch die Steuerung führt. “Y” zum Feuern, “B” zum Springen und mit “X” führt ihr einen Nahkampf-Konter aus. Mehr Tasten benötigt es nicht. Nachdem man sich ein wenig mit der Steuerung vertraut machen konnte, trifft man kurz darauf den ersten E.M.M.I. und stellt fest, dass diese nun nicht mehr jagt auf den X-Parasiten machen, sondern Samus auslöschen möchten. Weil ein direkter Kontakt mit diesem extrem starken Roboter aussichtslos ist, nutzen wir die einzige Möglichkeit, die uns bleibt um zu überleben – Weglaufen! Ein Stückchen weiter entdecken wir eine Maschine die Kraft in unseren Arm leitet, um den Omega-Blaster zu aktivieren. Nur mit diesem ist es Samus möglich, die E.M.M.I permanent auszuschalten. Leider reicht eine Aufladung nur für einen Schuss und so müssen wir für alle zukünftigen E.M.M.I. eine neue Kraftquelle finden. So führt uns das gesamte Spiel durch ein Katz- und Maus-Spiel zwischen E.M.M.I. und Samus und das macht riesigen Spaß. Ständig die Angst im Nacken, von einem E.M.M.I entdeckt zu werden, lässt den Adrenalinspiegel steigen und sorgt für eine düstere Atmosphäre. Gleichzeitig wirft unser Körper mit Glückshormonen um sich, wenn wir einen dieser Kampf-Roboter ein für alle Mal ausschalten.
     
    Die E.M.M.I.-Roboter dürfen euch nicht erwischen, sonst ist es vorbei mit euch!

    Metroidvania vom feinsten

    Während der Omega-Blaster vermutlich das nützlichste Gadget von Samus ist, gibt es noch etwas, dass mindestens genauso unentbehrlich ist und zwar die Minimap. Obwohl ihr diese selbst kartografieren müsst, indem ihr die einzelnen Gebiete besucht, zeigt sie euch nützliche Informationen an, die euch während eurer Erkundung extrem helfen werden. Gebiete, die von E.M.M.I. bewacht werden, werden in Rot dargestellt. So wisst ihr immer wo ihr besonders vorsichtig sein müsst. Räume mit versteckten Gegenständen blinken und weisen darauf hin, dass ihr hier noch etwas finden könnt wie zum Beispiel einen größeren Raketen-Vorrat für eure Missiles oder mehr Energie bzw. Lebenspunkte für Samus. Darüber hinaus gibt euch die Karte hinweise darüber, wo ihr noch nicht wart bzw. wo ihr vielleicht mit neuen Kräften weiterkommen könntet. Wer das Spiel zu 100 % abschließen möchte, freut sich über den Hinweis auf der Karte, wie viele versteckte Gegenstände bereits gefunden wurden und wie viele es noch zu finden gibt.
     
     
    Während man zu Beginn des Spiels noch relativ lineare Wege einschlagen kann, wird es mit dem Verstärken des Anzugs und neuen Kräften immer offener und oft muss man zu alten Gebieten zurückkehren, um neue Wege zu erschließen. Dafür könnt ihr immer wieder praktische Abkürzungen freischalten, die euch schneller von A nach B kommen lassen. Im Spielverlauf könnt ihr Kräfte wie den Morphball (Damit könnt ihr durch schmale Hindernisse hindurch rollen), den Spider Magnet (Damit könnt ihr an blau markierten Wänden entlang hangeln) oder den Phantom Umhang (Er lässt euch für einen kurzen Moment unsichtbar werden, um die E.M.M.I. zu umgehen) finden. Nur mit diesen Gadgets und Upgrades für euren Anzug ist es möglich, die gefährlichen Labyrinth-ähnlichen Gebiete von ZDR vollständig zu erkunden.

    Schöner, Düsterer Planet

    Obwohl Metroid Dread in einer 2D-Seitenansicht gespielt wird, muss es sich grafisch keinesfalls verstecken, denn die Gebiete sind allesamt wunderschön gestaltet und abwechslungsreich. Egal ob labor-artige Komplexe, eisige Ruinen oder feurige Untergründe, der Planet ZDR ist voller unterschiedlicher Terrains. Hinzu kommt ein stimmiger, aber düsterer Soundtrack, der sehr gut zum aktuellen Geschehen im Spiel passt. Während ihr euch auf einem Gebiet-Abschnitt befindet, gibt es keinerlei Ladezeiten. Einzig der Wechsel in eine andere Region ist mit einem Ladebildschirm versehen.

    Fazit

    Mit Metroid Dread bringt Nintendo und MercurySteam zwar kein neues 3D-Abenteuer á la Prime heraus, kann aber auch mit dem 2D-Titel kräftig überzeugen. Die Geschichte ist interessant und das Katz- und Maus-Spiel zwischen E.M.M.I. und Samus ist einzigartig und bringt eine angespannte Atmosphäre mit sich. Die auffindbaren Upgrades und Ergänzungen eurer Kräfte machen das Erforschen des Planeten ZDR nicht nur einfacher, sondern halten auch Gegner und riesige Bosse von euch fern. Die Labyrinth-artigen und durchaus abwechslungsreichen Gebiete im Spiel sehen wunderschön aus und bergen allerlei Geheimnisse die ihr entdecken könnt um Samus noch stärker zu machen. Kein Lückenfüller, sondern ein vollwertiges Metroid wird hier geboten, welches euch die Zeit bis zum Release von Metroid Prime 4 ein wenig angenehmer gestaltet.

    Fakten

    Name: Metroid Dread
    Genre: 2D-Platformer
    Entwickler: MercurySteam
    Publisher: Nintendo
    Plattform: Switch
    Releasedatum: 08. Oktober 2021
    Getestet auf: Switch
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    Medien

    Das Spiel wurde uns für unsere Rezession vom Entwickler, Publisher oder einer Agentur zur Verfügung gestellt und beeinflusst nicht unsere Bewertung zum Spiel.

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    REVIEW OVERVIEW

    Gameplay
    8.7
    Inhalt
    8.2
    Präsentation
    9
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