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    Spieletest: Nioh 2

    Mit Nioh konnte sich das Entwicklerstudio Team Ninja im Jahr 2017 mit großartigen Wertungen rühmen. Nun erscheint mit Nioh 2 eine Fortsetzung des Soulslike mit Japan-Setting. Doch kann auch der neueste Teil der Serie überzeugen oder bekommen wir hier nur aufgewärmte Kost präsentiert? Wir machen den ultimativen Test für euch. Im Schwierigkeitsgrad: “Aua, das tut weh”!

    Bye bye, William Adams

    Um eine direkte Fortsetzung zu Nioh handelt es sich bei Nioh 2 eigentlich gar nicht, findet die Geschichte vor den Ereignissen mit Alt Protagonist William Adams statt. Kurz und Knapp: Als Halb-Dämon kämpfen wir uns durch Japan und versuchen so vielen Yokai wie möglich den gar auszumachen. Gleich zu Beginn darf man sich über die erste Neuerung im Spiel freuen, den Charakter-Editor! Diesmal haben wir kein vorgegebenes Aussehen, sondern dürfen anhand eines umfangreichen Charakter-Baukastens, unseren gewünschten Protagonisten zusammenbauen. Dabei stehen uns neben dem Geschlecht, auch eine Vielzahl anderer Möglichkeiten zur Individualisierung zur Verfügung. Endgültig ist die Entscheidung des Aussehens jedoch nicht, haben wir im Spiel fast jederzeit die Möglichkeit, sich von unserem alten Aussehen zu verabschieden.

    Der Charakter-Editor erlaubt euch viele unterschiedliche Einstellungen für euer Aussehen

    Doch auch nach der Erstellung unseres alter ego’s müssen wir Entscheidungen treffen. Aus insgesamt 9 Waffentypen müssen wir unsere beiden Startwaffen auswählen. Während 7 Typen davon bereits aus dem ersten Teil bekannt sind, kommen Glefe und Beile neu hinzu. Zuletzt wählen wir noch einen aus drei Schutzgeistern, wobei jeder davon eine eigene Form besitzt. Rohling, Wildling, Phantom – jede Form bietet dabei andere Vor- und Nachteile – dazu aber später mehr. Sobald auch die letzte Wahl getroffen wurde, beginnt das eigentliche Spiel.

    Souls-Like in Japan

    Doch bevor wir uns mit dem weiteren Spiel auseinandersetzen, möchte ich kurz erklären, um was für ein Spiel es sich bei Nioh 2 handelt. Nioh 2 ist ein sogenanntes Souls-Like-Spiel. Daher: Es ähnelt dem Spielprinzip der Dark Souls Spiele. Der hohe Schwierigkeitsgrad ist einer der großen Merkmale eines solchen Spiels. Außerdem verliert man beim Ableben seine gesammelte und noch nicht verwendete Erfahrung, in Nioh 2 nennt sich diese: Amrita. Anders als bei anderen Souls-Like-Spielen, findet das Geschehen nicht in einer großen offenen Welt statt, sondern ist in Gebiete aufgeteilt.

    Während das für einige vielleicht ein wenig den Entdeckerdrang einschränkt, freuen sich andere hingegen darüber, dass man immer weiß, wohin man als Nächstes muss. Aber Entdecker kommen dennoch auf ihre Kosten, denn die verschiedenen Level besitzen meist ein großzügiges Areal mit vielen Geheimnissen und versteckten Passagen. Doch auch zahlreiche Gegner lauern an jeder Ecke und dass Nioh 2 hier zumindest dieselbe Messlatte für den Schwierigkeitsgrad an den Tag legt wie beim Vorgänger, erfährt man bereits in den ersten Spielminuten. Hier heißt es: Jeder Gegner bedeutet eine Gefahr und kann das vorzeitige Ableben bedeuten und umso größer die Gegner sind, umso gefährlicher sind sie meist. Nioh 2 beherbergt ein riesiges Repertoire an Gegnern, einer schwieriger als der andere und ganz am Ende wartet obendrauf noch ein fieser Boss, der mit einzigartigen Mechaniken bestückt ist. Ziel ist es, durch das Areal zu gelangen, um am Ende den Boss zu besiegen. Dabei stehen uns zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung.

    Viele unterschiedliche Spielstile stehen zur Auswahl

    Während uns im Vorgänger nur 7 unterschiedliche Waffentypen zur Verfügung standen, darf man sich im neuesten Ableger über zwei weitere Typen, nämlich die Glefe und die Beile freuen. Die verschiedenen Waffenarten könnten sich nicht unterschiedlicher spielen und erlauben so einen gewaltigen Freiraum der Spielweise. Der Speer eignet sich zum Beispiel hervorragend, um seine Feinde auf Distanz zu halten, während die Axt eher schwerfälliger ist, dafür aber mehr “wumms” bietet. Jeder einzelne Schlag erfordert dabei einen Teil des sogenannten KIs. Ist dieses leer, kann man weder angreifen, noch ausweichen und ist damit gefundenes Fressen für die Gegner. Um wieder Aktionen ausführen zu können, dauert es einige Sekunden, bis die KI wieder aufgefüllt ist. Normale Schläge verbrauchen weniger KI als starke Schläge, sind dafür aber auch ein wenig schwächer. Auch die Waffe spielt beim Verbrauch des KIs eine wesentliche Rolle.

    Zuletzt tragen auch die drei unterschiedlichen Haltungen einen großen Teil dazu bei. Die hohe Haltung verbraucht am meisten KI pro Schlag, teilt dafür aber auch am stärksten aus und durchbricht die Abwehr. Die mittlere Haltung ist der Allrounder unter den Haltungen und die tiefe Haltung lässt den Charakter zwar weniger austeilen, verbraucht das KI aber kaum, sodass man mehr Schläge durchführen kann. Mit den unterschiedlichen Waffen und Haltungen hat man als insgesamt 27 verschiedene Spielstile zur Auswahl. Natürlich könnt ihr jederzeit die Haltung sowie eure Waffe wechseln und dabei Neues ausprobieren.

    Anima, euer neuer bester Freund!

    Neben dem KI-Balken gibt es noch einen neuen Balken, den man im Auge behalten sollte. Der Anima-Balken erlaubt es euch spezielle Fähigkeiten auszuführen, die ihr durch Seelenkerne gelernt habt. Dabei handelt es sich um ein neues Feature: Die verschiedenen Gegner lassen mit ein wenig Glück sogenannte Seelenkerne fallen. Diese kann man seinem Schutzgeist zuweisen, um so neue Fähigkeiten zu erlernen. Diese speziellen und einzigartigen Fähigkeiten lassen sich allerdings nur mit genügend Anima ausführen. Anders als KI füllt sich Anima nicht automatisch auf und lässt sich nur durch gezielte Schläge auf Gegner regenerieren. Neben Fähigkeiten haben diese Seelenkerne aber auch noch Attribute, die den Charakter stärken. Duplikate von Seelenkernen können verschmolzen werden, um die Attribute zu verstärken.

    Manchmal lassen besiegte Gegner einen Seelenkern fallen. Dieser bringt euch neue Fähigkeiten

    Wie Columbo nun so schön sagen würde: Eine Sache wäre da noch! Nämlich die Schutzgeister und deren Yokai Formen. Weil der Protagonist nun halb Mensch, halb Yokai ist, darf man sich einer besonderen Fähigkeit bedienen. Hat man seinen Schutzgeist genügend kraft spendiert – was ebenfalls durch das Angreifen von Gegnern passiert – darf man in seine Yokai-Form wechseln. Dabei gibt es den Rohling, der zwar sehr langsam ist, dafür aber enormen Schaden an seine Feinde austeilt. Den Wildling, der sehr agil kämpft und während des Ausweichens gleichzeitig auch angreifen kann und das Phantom, welches sich auf den Fernkampf spezialisiert hat. Welche Form man benutzen kann, hängt vom ausgewählten Schutzgeist ab. Schutzgeister können im Laufe des Spiels gefunden werden.

    Nur gemeinsam sind wir stark!

    Wir wissen ja nun, dass das Spiel einen enormen Schwierigkeitsgrad aufweist, man jedoch viele Möglichkeiten hat, sich für die unzähligen Gefahren zu verteidigen. Eine weitere Möglichkeit ist das gemeinsame Spielen. Anders als im Vorgänger, kann man nun nämlich nicht nur zu zweit die einzelnen Missionen absolvieren, sondern zu dritt auf Abenteuer gehen. Wer keine Freunde hat – so wie ich! – darf auch gerne mit unbekannten Spielern unterwegs sein. Auch neu ist die Möglichkeit, einen befreundeten NPC Charakter zu beschwören, der dann gemeinsam mit dem Spieler unterwegs ist. Gekennzeichnet werden diese mit blauen Flammen am Boden. Nicht zu verwechseln mit den roten Flammen, die einen feindlichen NPC Charakter heraufbeschwören. Hat man diesen jedoch besiegt, darf man sich oft auf sogenannte Ochoko-Becher freuen, die wiederum benötigt werden, um gar erst andere Spieler oder freundliche NPC’s zu rufen.

    Blaue Feuer beschwören freundliche NPC’s die euch im Kampf helfen

    Viel altes, viel neues!

    Ansonsten bleibt Nioh 2 seinen Wurzeln treu und spielt sich genauso wie der erste Teil. Alte Mechaniken wie Clans, das Teehaus und Expeditionen mit anderen Spielern sind nach wie vor dem Spiel enthalten geblieben. Beim Schmied baut man sich neue Ausrüstungsgegenstände oder zerlegt die unzähligen Gegenstände, die man während der Missionen gefunden hat, um Ressourcen zu erhalten, die es wiederum ermöglichen die eigene Ausrüstung zu verbessern. Auch grafisch hat sich kaum etwas gegenüber dem Vorgänger verändert. Leider hat unser Protagonist das Sprechen verlernt, sodass man kaum eine Bindung zur Figur aufbauen kann. Mit William Adams aus dem ersten Teil konnte ich mich schneller anfreunden als mit meinem stummen neuen Charakter.

    Fakten

    Name: Nioh 2
    Genre: Souls-Like Action-RPG
    Entwickler: Team Ninja
    Publisher: Sony Interactive Entertainment
    Plattform: PS4
    Releasedatum: 13. März 2020
    Getestet auf: Playstation 4 PRO
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    Medien

    Das Spiel wurde uns für unsere Rezession vom Entwickler, Publisher oder einer Agentur zur Verfügung gestellt und beeinflusst nicht unsere Bewertung zum Spiel.

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    FAZIT

    Auch Nioh 2 bleibt, was es bereits im Vorgänger war. Ein Looter Souls-Like Action-RPG für Masochisten. Harte aber Faire Kämpfe gegen Fabelwesen des japanischen Volksglaubens, genannt Yokai, erwarten den Spieler auf dieser atemberaubenden Reise durch die Sengoku Periode. Neben altbewährten Mechaniken wie Clans, Crafting und die gigantische Loot-Auswahl, bringt Team Ninja auch neue Komponenten ins Spiel. Die größte davon sind die neuen Yokai-Fähigkeiten, die den Charakter noch weiter individualisieren. Auch zwei neue Waffentypen laden zum Ausprobieren ein. Zudem lässt sich das Spiel nun zu dritt Spielen - ganz gleich ob mit Freunden oder unbekannten Spielern. Würde Diablo und Dark Souls ein Kind zeugen, würde es Nioh 2 heißen.
    Gameplay
    9.3
    Inhalt
    9.2
    Präsentation
    8.6

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