Spieletest: Octopath Traveler

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Mit Octopath Traveler laden uns die Producer von Bravely Default auf eine Reise nach Orsterra ein, wo wir die Abenteuer von insgesamt 8 Protagonisten erleben können. Welche davon wir spielen möchten und vor allem in welcher Reihenfolge, hängt ganz allein von uns ab und beeinflusst das Spielgeschehen. Wir haben Octopath Traveler einem Test unterzogen und verraten Euch, wie gut das Spiel bei uns abgeschnitten hat!

Über das Spiel

Bei Octopath Traveler handelt es sich um ein jRPG aus dem Hause Square Enix. Einige der Spielmechaniken erinnern dabei stark an das 3DS Spiel namens Bravely Default, welches vom selben Producer namens Tomoya Asano entwickelt wurde. Im Spiel erlebt man die Geschichten von insgesamt 8 Protagonisten. Der Spieler kann zu Beginn des Spiels aus einem der 8 Charaktere wählen. Es steht ihm frei, auch die anderen Protagonisten anzuheuern und damit deren Geschichten zu spielen. Angekündigt wurde Octopath Traveler Anfang 2017 mit dem Codenamen Project Octopath Traveler. Der Grafikstil – von den Entwicklern als “HD-2D” Stil bezeichnet – präsentiert eine Mischung aus Pixelgrafik und visuellen Feinheiten wie etwa das abgestimmte fokussieren der unterschiedlichen Hintergrundgrafiken.

Gameplay & Inhalt

Dieb, Klerikerin, Magier und so weiter. Während sich Octopath Traveler mit den typischen Mainstream-Klassen präsentiert, stehen auch eher untypische Klassen zur Auswahl. Wer wollte nicht schon immer einmal als Tänzerin, Apotheker oder Händler spielen? Ganz gleich für welchen Charakter Ihr Euch entscheidet, ihr habt jederzeit die Möglichkeit alle anderen Klassen für Eure Gruppe anzuheuern. Vorausgesetzt Ihr erledigt einen Teil der Geschichte des jeweiligen Charakters denn anders als in herkömmlichen jRPG‘s, besitzt Octopath Traveler 8 einzigartige, in sich geschlossene Geschichtsstränge die pro Charakter in 4 Kapitel aufgeteilt sind. Dabei gehen wir den persönlichen Problemen der einzelnen Charaktere nach. Während wir mit der Tänzerin namens Primrose auf Rachefeldzug sind, unternehmen wir mit Klerikerin Ophilia eine Pilgerfahrt um das Licht der Welt wiederherzustellen. 

Retro trifft Modernste Technik

Ob und in welcher Reihenfolge wir die einzelnen Charaktere in unsere Gruppe aufnehmen und die jeweiligen Geschichten erleben möchten bleibt ganz uns überlassen. Rein theoretisch kann man sich auch bis zur empfohlenen Charakterstufe Hochgrinden, spaßig ist dies jedoch nicht und wir empfehlen alle Charaktere in die Gruppe aufzunehmen, um jede einzelne spannende Geschichte zu erleben. 

Sobald man sich entschieden hat, mit welcher Geschichte man beginnt oder welche man fortsetzt, muss man sich nur noch in das jeweilige Gebiet begeben. Wo die einzelnen Kapitel der Charaktere starten, wird praktischer weise auf der riesigen Weltkarte angezeigt. Dort angelangt, kann man nur dann die Geschichte starten, wenn sich das entsprechende Mitglied in der Gruppe befindet, denn obwohl es insgesamt 8 unterschiedliche Figuren im Spiel gibt, kann man immer nur 4 Charaktere gleichzeitig in die Gruppe aufnehmen. Der Initial Charakter, also jener für den Ihr Euch zu beginn des Spiels entschieden habt, muss immer Bestandteil Eurer Gruppe sein.

Die einzelnen Kapitel sind alle relativ kurz, verlangen jedoch alles von Euch ab, denn während das erste Kapitel noch recht zimperlich mit Euch umgeht und relativ einfach zu bezwingen ist, wird Euch spätestens ab dem zweiten Kapitel der Atem stocken, denn die Schwierigkeit der einzelnen Bosskämpfe legt gewaltig zu. Es passiert nicht selten, dass ihr unzählige Minuten in einem Kampf alles gebt um letztendlich mit einem Schlag ausgelöscht zu werden. Um dem vorzubeugen, haben die Entwickler einige taktische Komponenten in das Spiel eingebaut. Jeder Gegner verfügt über ein Schutzschild, welches sich nur mit der richtigen Angriffsart kurzzeitig lahmlegen lässt. Dadurch könnt Ihr anschließend erhöhten Schaden verursachen und außerdem gefährliche Attacken abwehren. 

Wer sein volles Potenzial ausschöpfen möchte, spart sich die angesammelte Energie bis zu diesem Zeitpunkt auf, um anschließend eine gewaltige Attacke auszuführen. Das Konzept erinnert dabei ein wenig an die Bravely-Reihe die ebenfalls von Square Enix herausgebracht wurde.

Mit den richtigen Attacken trefft Ihr auf Schwachstellen und könnt den Gegner kurzzeitig betäuben

Für gewonnene Kämpfe erhaltet Ihr Münzen, Gegenstände, Erfahrung und Skillpunkte. Letztere ermöglichen Euch das Lernen neuer Fähigkeiten, die Ihr anschließend einsetzen könnt. Mit genügend neuen Fähigkeiten erhaltet Ihr als Belohnung neue Passive Fähigkeiten. Zusätzlich könnt Ihr Euch zu einem späteren Zeitpunkt für eine weitere Klasse entscheiden. Jeder Charakter hat seine ganz eigenen klassenspezifischen Fähigkeiten die Ihr sowohl im Kampf als auch außerhalb verwenden könnt.

Die Jägerin H’aanit kann z. B. – ähnlich wie in Pokémon – neue Gefährten einfangen, um diese anschließend im Kampf zu beschwören. Der Gelehrte Cyrus kann andere Menschen einschätzen und so verschiedene Nebenquests lösen oder Schatztruhen finden. Wer zu wenig Gegenstände besitzt, kann mit dem Dieb namens Therion auf Raubzug gehen und sich so um ein paar neue Ausrüstungsgegenstände bereichern – entweder von den bösen Jungs im Kampf oder von ehrlichen Bürgern. Die Wahl bleibt Euch überlassen.

Jeder der 8 Charaktere hat seine ganz spezielle Fähigkeit, die Euch zahlreiche Vorteile im Spiel bringt. Ihr solltet daher gut überlegen, welche Mitglieder Ihr in Eure Gruppe aufnehmt. Seid Ihr mit Eurer Gruppenkonstellation nicht zufrieden, reicht ein Besuch im Gasthaus um Mitglieder auszuwechseln. Abgestellte Charaktere erhalten jedoch keine Erfahrungs- oder Skillpunkte die Ihr im Kampf verdient.

Das ausforschen von Menschen kann Euch viele Vorteile verschaffen

Neben den einzelnen Geschichten gibt es auch abseits der Wege einiges zu entdecken. Obwohl die unterschiedlichen Gebietsabschnitte sehr geradlinig verlaufen, warten viele Nebenquests, versteckte Höhlen oder Schatztruhen darauf von Euch gefunden zu werden. Ganz tapfere können auch versuchen die vier geheimen Jobklassen zu finden, die allesamt mit einem zähen Bosskampf verbunden sind. Alles in allem benötigt man mehr als 50 Stunden, um sich auch die letzten Winkel im Spiel anzusehen.

Technik

Während der Grafikstil von Octopath Traveler mehr in Richtung Retro schwenkt, besitzt das Spiel einige technische Highlights. So spielen die Entwickler sehr gerne mit Tiefenschärfe herum und zeigen auch, dass dies in einem eher Retro angehauchten Spiel gut funktioniert. Der Soundtrack ist stimmig und erinnert ebenso an Spiele der 90er Jahre. 

Fakten

Name: Octopath Traveler
Genre: jRPG
Entwickler: Square Enix
Publisher: Nintendo
Plattform: Switch
Releasedatum: 13. Juli 2018
Getestet auf: Switch
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Medien

Gameplay
9.5
Inhalt
8.5
Präsentation
9
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