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    Spieletest: Paper Mario: The Origami King

    Mit Paper Mario: The Origami King veröffentlicht Nintendo zwar bereits den sechsten Teil der Serie aber den ersten für Nintendo Switch. Das mit Wortwitzen geplagte Setting präsentiert diesmal eine FALTastische Welt aus Papier- und Origami Figuren. Wir haben unsere Faltkünste perfektioniert und das Spiel für euch getestet.

    Mario typische Story mit viel Charme

    Es ist wie immer ein friedlicher Tag in der Papierwelt von Mario. Doch es wäre kein Mario-Spiel, wenn der Frieden nicht von jemanden gestört würde. Ausnahmsweise ist das diesmal nicht Bowser, sondern Origami König Olly, der die gesamte Welt falten möchte. Der perfide Plan ist auch zum Teil schon aufgegangen, denn das halbe Königreich wurde bereits inFALTriert, das Schloss samt Prinzessin entführt und mit umwickelten Luftschlangen unzugänglich gemacht. Unsere Aufgabe besteht nun darin, den Ursprung der jeweiligen Luftschlangen zu finden, diese zu entfernen, die Prinzessin zu retten und wieder Ordnung in das Papier Königreich zu bringen.

    König Olly will das gesamte Königreich falten.
    Paper Mario: The Origami King ist für mich das zweite Spiel der Serie. So richtig warm bin ich mit den Spielen eigentlich nie geworden aber vielleicht habe ich der Serie einfach zu wenig Chancen gegeben. Darum habe ich mich an The Origami King gewagt um mir einen Eindruck des Spiels zu machen und diesen an euch weiterzugeben. Quasi als “Anfänger”. Zunächst fragte ich mich, unter welches Genre man Paper Mario eigentlich einstufen kann und auch jetzt, nach dem Spielen bin ich noch etwas unschlüssig. Ich würde es dennoch als Plattformer mit minimalen RPG-Elementen sehen. Um jetzt nicht noch weiter unnötig auszuholen, erzähle ich euch am besten von meinen Erlebnissen mit Paper Mario: The Origami King.
     
    Wie bereits erwähnt, wird das Königreich von einem selbst ernannten Origami König namens Olly malträtiert und als wäre das nicht schon schlimm genug, sitzt Prinzessin Peach im “entführten” Schloss gefangen. Als Mario ist es nun meine Aufgabe, das Königreich zu bereisen und Luftschlangen zu entfernen. Geholfen wird mir hierbei von Olivia, der Schwester des Origami Königs. Hört sich jetzt eigentlich gar nicht so schwierig an.. ich meine, was soll mir schon großartig in einer Papierwelt passieren? Nunjadas sollte ich spätestens jetzt herausfinden, denn während meiner Reise treffe ich auch immer wieder auf sogenannte “Faltschergen” – Das sind bekannte Gegnertypen wie etwa Gumbas oder Koopas die zu Origami-Figuren gefaltet wurden. Einmal mit denen in Berührung gekommen, fängt das Gerangel an und das Spiel wechselt in einen Kampfbildschirm. Und jetzt beginnt es kompliziert zu werden!
     
    Eure Aufgabe besteht darin, das Schloss von den Papierschlangen zu befreien

    Gewöhnungsbedürftiges Kampfsystem

    Das Kampfsystem von Paper Mario: The Origami King ist ganz besonders und noch nie da gewesen. Die Kampffläche besteht aus einem in 4 Scheiben geteilten Ring. Diese Scheiben sind zudem noch mal in 12 Stücke geteilt. Die Scheiben können gedreht werden und die einzelnen Spalten geschoben. Aber wieso ist das wichtig? Ganz einfach: Zu Beginn des Kampfes verteilen sich Gegner auf den insgesamt 48 Flächen. Eure Aufgabe besteht nun darin, mithilfe von drehen und schieben der einzelnen Scheiben, die Gegner entweder in eine Linie oder nebeneinander zu platzieren. Nur dann erhaltet ihr einen Angriffs-Boost und könnt eure Peiniger effektiv bekämpfen.
     
    Das Kampfsystem ist sehr gewöhnungsbedürftig und erfordert vorausschauendes Denken
    Hier gibt es allerdings noch einen gewaltigen haken, denn das Ganze läuft auch noch rundenbasiert und mit Zeit ab.. Ihr habt also nur wenig Zeit und eine bestimmte Anzahl an Zügen pro Runde, um die Scheiben korrekt anzuordnen. Das kann dann ganz schön hektisch werden. Ist die Zeit abgelaufen und ihr habt die Scheiben gedreht, kommt die Angriffsphase. Mit euren Schuhen oder Hammer bewaffnet. Dürfte ihr entweder 4 hintereinander gereihte Gegner oder nebeneinanderstehende Gegner angreifen. Alle Gegner die nach eurem Angriff noch leben, haben anschließend die Möglichkeit euch anzugreifen. So zieht sich der gesamte Kampf und während das vielleicht recht lustig klingt, empfinde ich dieses Kampfsystem als größte Schwachstelle des Spiels. Nicht nur, dass ich die Kämpfe ohnehin schon recht unnötig finde (Nur Gold als Belohnung), werde ich hier auch noch gezwungen, Logikrätsel zu absolvieren. Gerade jüngere Spieler haben hier einen gravierenden Nachteil und könnten Schwierigkeiten bekommen. Die Idee war vielleicht gut gemeint, aber die Umsetzung ist zumindest für mich ein Störfaktor und jeder Kampf mehr oder weniger nervend.

    Abwechslungsreiche Bosskämpfe

    Ein wenig anders hingegen sind die Bosskämpfe. Hier finde ich die Sinnhaftigkeit dieses Kampfsystems wesentlich berechtigter. Bei einem Bosskampf ordnet ihr nämlich verschiedene Hilfsmittel korrekt an, um den Boss in der Mitte zu bekämpfen. Pfeile deuten den Weg, Boosts verstärken eure Angriffe oder verdoppeln diese und Herzen heilen den angeschlagenen Mario. Zudem bekämpft sich jeder Boss ein wenig anders und eine passende Strategie muss erst ausgearbeitet werden. Das macht es ein wenig spannender. Aber auch hier kann ich mir nicht vorstellen, dass das ein Kind ohne Weiteres hinbekommt und wer hier die Felder nicht richtig auflegt, hat gar keine Chance den Boss zu besiegen.

    Auf die Spieler warten zahlreiche Bosse

    Wunderschöne Papierwelt

    Wenn wir das Kampfsystem außen vor lassen, zeigt sich Paper Mario: The Origami King von seiner besten Seite. Die Welt ist wunderschön, abwechslungsreich und steckt voller Überraschungen. Dennoch hat der Angriff von Origami König Olly Spuren hinterlassen und überall ragen riesige Löcher der Welt hervor. Glücklicherweise hat Mario die Möglichkeit, diese Löcher mit Papierschnipsel zu stopfen. Diese Schnipsel sind auch gar nicht so schwer zu finden, denn ein Schlag auf Bäume, Blumen und anderes Zeugs, genügt um welche zu erhalten. Auch das besiegen von Gegnern bringt euch eine Menge Schnipsel ein, ist aber meist gar nicht nötig, da ihr sowieso immer mehr als genug davon habt. Durch das “reparieren” der Welt, eröffnen sich nicht nur neue Wege zu eurem Ziel, sondern oft auch zu geheimen Passagen.

    Es gibt viel zu entdecken

    Entdecker freuen sich über Statistiken der einzelnen Gebietsabschnitte, die genau auflisten, ob man bereits alles im jeweiligen Abschnitt getan hat oder ob noch etwas fehlt. Eine der optionalen Aufgaben besteht darin, gefaltete Toads zu finden. Während man viele bereits auf Anhieb erkennt und mit einem Hammerschlag bzw. einem kräftigen Ruck aus der misslichen Lage befreien kann, sind einige davon wirklich sehr gut getarnt. Wer zum Beispiel denkt, dass in der Blumenwiese ein Schmetterling herumschwirrt, liegt falsch, denn in Wahrheit verbirgt sich dahinter ein Toad, den man mit einem gezielten Hammerschlag befreien kann. Ihr müsst also in allen Ecken und Kanten suchen, um die Toads zu finden. Das bringt nicht nur die Gewissheit, gutes getan zu haben, sondern schaltet neue Geschäfte frei und nützt euch sogar im Kampf.

     
    Alles in allem hat Paper Mario: The Origami King viel zu bieten und beschäftigt euch zahlreiche Stunden bis ihr den Abspann seht. Die wenigen RPG-Elemente wie zum Beispiel das Anlegen von Ausrüstung und Zubehör bereichern das Spiel enorm. Da hätte ruhig mehr drin stecken können wie zum Beispiel bei einem Mario & Luigi RPG. Grafisch habe ich keine Schwächen entdeckt und die Welt strahlt voller Farben und Details. Auch die musikalische Untermalung sorgt für das ein oder andere Wippen mit dem Fuß. Flussfahrt, Ninja Parkour oder Theatervorstellung mit Mario als Hauptdarsteller sind nur einige der wenigen spielerischen Abwechslungen, die Paper Mario: The Origami King so besonders machen.

    Fakten

    Name: Paper Mario: The Origami King
    Genre: Plattformer
    Entwickler: Intelligent Systems
    Publisher: Nintendo
    Plattform: Switch
    Releasedatum: 17. Juli 2020
    Getestet auf: Switch
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    Medien

    Das Spiel wurde uns für unsere Rezession vom Entwickler, Publisher oder einer Agentur zur Verfügung gestellt und beeinflusst nicht unsere Bewertung zum Spiel.

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    FAZIT

    Meine Gefühle zu Paper Mario: The Origami King sind sehr gemischt. Einerseits präsentiert Nintendo hier einen wunderschönen und abwechslungsreichen Plattformer mit minimalen RPG-Elementen, andererseits verhaut man das ganze Spiel mit dem unnötig komplizierten Kampfsystem. Damit fällt die Zielgruppe der jüngeren Kinder schon mal komplett weg, denn spätestens bei den Bosskämpfen muss das richtige platzieren der dreh- und schiebbaren Scheiben sitzen. Dafür stimmt jedoch alles andere. Eine witzige Geschichte, spaßige Abwechslung und typischer Mario-Charme prägen das Papier Abenteuer. Dazu kommen viele versteckte Passagen und Geheimnisse die gerade für Entdecker einen gewissen Reiz ausmachen. Dazu bleibt eigentlich nur noch eines zu sagen: Paper Mario: The Origami King ist ein spaßiges und liebevoll umgesetztes Abenteuer, welches viel Freude bereiten wird, solange man sich nicht in einem Kampf befindet.
    Gameplay
    7.6
    Inhalt
    8.6
    Präsentation
    9.2

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