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    Spieletest: Pokemon Sonne/Mond

    In den letzten 20 Jahren konnten sich insgesamt 6 Generationen an Pokemon Spielen auf Nintendo’s Konsolen etablieren. Heuer folgte mit Pokemon Sonne/Mond die 7. Generation und veränderte viele bekannte Spielelemente der Serie. Wie wirkt sich das auf die Reihe aus und ist Pokemon auch heute noch ein gelungener Zeitvertreib? Wir haben unsere Pokebälle geschnappt und sind auf die Jagd gegangen. Lest hier unseren Test zu Pokemon Sonne/Mond:

    Wie die Zeit vergeht! Bereits 1996 hat Pokemon auf dem Gameboy mit den ersten beiden Editionen Grün und Rot in Japan den Durchbruch geschafft. Das Spiel begeisterte Unmengen an Spieler und ein Release für den Westen war so gut wie beschlossen. Die Lokalisierung beider Spiele stellte sich allerdings nicht so einfach heraus und so wurden beide Editionen neu geschrieben und im Westen als Pokemon Rot und Blau veröffentlicht. Dies sollte jedoch erst der Anfang einer bis heute andauernden Karriere der kleinen Taschenmonster sein. Im Zuge des 20-jährigen Jubiläums wurde nämlich Pokemon Sonne sowie Pokemon Mond angekündigt und bereits im Vorfeld wurde deutlich gemacht, dass man neue Wege einschlagen möchte.

    Sonnenschein, Strände, Pokemon! Willkommen in Alola! Diese neue Region, die sehr stark an Hawaii erinnert, besticht als neues Gebiet in Pokemon Sonne/Mond und unterteilt sich in 4 Inseln. Dort werdet Ihr zukünftig nicht nur auf alte Pokemon, sondern auch auf ganz neue, sowie bekannte Pokemon in abgewandelter Form antreffen. Weiters trefft Ihr hier auch nicht mehr auf Arenaleiter, sondern auf sogenannte Captains, die Euch auf Prüfungen schicken und anschließend mit Z-Kristallen belohnen die wiederum starke Z-Kräfte Eurer Pokemon freischalten. Ihr habt also einen weiten Weg und dieser bringt noch weit mehr neue und interessante Spielfeatures mit sich.

    Wie in jedem Pokemon Spiel habt Ihr wieder die Qual der Wahl, wenn Ihr Euch für eines der drei Starter-Pokemon entscheiden müsst. Diesmal dürft Ihr zwischen Bauz, einem uhuartigen Pflanzen/Flug-Pokemon, Flamiau, ein feuriges Katzen-Pokemon oder Robball, dem Robben ähnlichen Wasser-Pokemon wählen. Die Entscheidung ist endgültig. Neue Pokemon fangt Ihr mithilfe der unterschiedlichen Pokebälle wie gewohnt im hoch gelegenen Gras. Bereits bei Eurem ersten Kampf mit einem Pokemon fällt auf, dass nun auch die jeweiligen Trainer während den kämpfen dargestellt werden. Dies bewirkt nicht nur eine Sicht auf die Größe der im Kampf teilnehmenden Pokemon, sondern macht das Ganze auch noch etwas authentischer. Nach ein paar Kämpfen zum Eingewöhnen geht es auch schon auf zur ersten Inselprüfung.

    Während man also der Geschichte folgt, die anhand eines Markers auf der Karte angezeigt wird, trifft man, wie sonst auch, auf allerlei Trainer die sich mit uns in einem Pokemon Kampf messen möchten. War es in den Vorgängern noch überraschend, wenn man plötzlich beim Vorbeigehen angegriffen wurde, so wird dies nun beim Annähern eines solchen Trainers mittels einer Schwarzen Umrandung am Bildschirm angezeigt. So kann man, wenn man möchte, den Kampf umgehen und um den Kontrahenten herumschleichen. Hat man bisher versucht sich unzählige Orden bei den Arenaleitern zu verdienen, begibt man sich nun auf Prüfungen um Z-Kristalle zu erhalten. Die Prüfungen sind dabei alle recht abwechslungsreich. Auch wenn es letztendlich – wie üblich – auf ein paar Kämpfe hinausläuft, so ist es doch witzig inszeniert, wenn man etwa bei einer Prüfung ein Rattfratz in eine Falle locken muss.

    Sobald Ihr eine der vielen Prüfungen abgelegt habt, erhaltet Ihr einen Z-Kristall. Dieser öffnet nicht nur einige neue Wege, sondern lässt Euch auch spezielle Z-Kräfte lernen. Jeder Z-Kristall besitzt ein eigenes Element. Verwendet Ihr den Z-Kristall auf einem Eurer Pokemon, kann dieses fortan eine Attacke des jeweiligen Elements als Z-Kraft ausführen. Dies ist eine sehr starke Fähigkeit, die nebenbei auch hübsch dargestellt wird. Die Z-Kraft kann allerdings nur 1x pro Kampf verwendet werden. Obwohl die Idee eigentlich ganz nett ist, wird dadurch die Schwierigkeit der Kämpfe exorbitant reduziert weil sogar die starken Herrscher-Pokemon mit der Z-Kraft meist mit einem Schlag das zeitliche segnen.

    Auf Alola ist es nicht immer leicht voranzukommen. Gerade auf der Inselregion hindert Euch meist ein Ozean am Weiterkommen. Auch herabgestürzte Felsen versperren Euch oft den Weg. Hier schafft das PokeMobil Abhilfe. Ihr bekommt nämlich im Verlauf des Spiels allerlei Gefährten, auf denen Ihr reiten könnt. So dürft Ihr mit Glurak schnurstracks zu anderen Inseln fliegen oder mit Lapras auch über die Gewässer schwimmen. Mit Tauros könnt Ihr sogar Felsen zertrümmern. Das erinnert doch sehr stark an die sogenannten VM’s aus den Vorgängern. Korrekt! – denn VM’s wurden gänzlich aus dem Spiel genommen und durch das PokeMobil ersetzt.

    Generell kann man sagen, dass Pokemon Sonne/Mond vieles angenehmer macht. Während eines Kampfes sieht man nun nämlich auch, welche Attacke gut gegen den Kontrahenten wirkt und welche eher weniger. Voraussetzung dafür ist zumindest der “Gesehen” PokeDex Eintrag des feindlichen Pokemon. Auch negative Statuseffekte Eurer Pokemon lassen sich nun mittels der PokePause (PokeMonAmi 2.0) entfernen. Dazu bürstet, föhnt oder streicht Ihr durch Euer Pokemon und befreit es dadurch von Feuer, Wasser oder anderen Rückständen des letzten Kampfes. Füttert Ihr es außerdem mit Pokebohnen, wird es zutraulicher und weicht auch mal gerne während eines Kampfes selbstständig einer feindlichen Attacke aus.

    Pokemon Sonne/Mond hat viel zu bieten. Neben der Geschichte lohnt es sich alle Pokemon zu fangen, um den Pokedex zu komplettieren. Außerdem könnt Ihr mit dem Zygarde-Würfel überall verstreute Zygarde-Kerne und Zygarde-Zellen aufsammeln, um letztendlich das Zygarde Pokemon Euer eigen nennen zu können. Gleichzeitig wollt Ihr natürlich auch Euer legendäres Pokemon besitzen, welches sich diesmal sogar entwickeln lässt. Abseits dessen gibt es auch noch das Pokemon-Resort, bei dem Ihr unterschiedliche Inseln für Eure Pokemon bauen könnt, um diese beispielsweise auch außerhalb Eures Teams im Level aufsteigen zu lassen.

    Die einzelnen Versionen unterscheiden sich spielerisch überhaupt nicht. Auf ein paar kleinere Unterschiede müsst Ihr jedoch trotzdem achten. In der Sonne Edition ist die Zeit Eures Nintendo 3DS Ident mit der Zeit im Spiel, bei der Mond Edition wird die Zeit im Spiel um 12 Stunden nach vorne gedreht und Ihr spielt dadurch öfters in der Nacht. Außerdem gibt es in den jeweiligen Editionen ein anderes legendäres Pokemon. Während Ihr in Mond auf das Pokemon Lunala stößt, dürft Ihr in Sonne das Pokemon Solgaleo antreffen. Es gibt auch noch andere, abzählbar wenige Pokemon die es nur in den jeweiligen Editionen zu fangen gibt. Durch den Link-Tausch, könnt Ihr allerdings jederzeit mit Euren Freunden Pokemon tauschen und so auch die Pokemon der anderen Edition besitzen.

    Grafisch sieht Pokemon Sonne/Mond besser den je aus. Auf den 3D-Effekt des Nintendo 3DS hat man diesmal gänzlich verzichtet, was auch weiter nicht stört, hat dieser bei den Vorgängern auch nur in den Kämpfen funktioniert. Der Soundtrack ist harmonisch und passt perfekt zu jeder Situation. Nintendo und The Pokemon Company haben sich hier sehr viel getraut und das Ergebnis kann sich trotz dem hohen Risiko sehen lassen. Das war definitiv der richtige Weg!

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    Hinweis: Das Testmuster wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt.

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    FAZIT

    Mit den Pokemon Editionen der 7. Generation hat Nintendo und The Pokemon Company einiges riskiert. Weg von den Orden und her mit einem neuen Konzept. Die Inselwanderschaft und die damit verbundenen Prüfungen sind eine gelungene Abwechslung und fördern das Bedürfnis weiterzuspielen. Auch die Charaktere im Spiel und die Geschichte rund um das Inselparadies Alola ist interessanter als bei den Vorgängern. 80 neue Pokemon ergänzen die bereits bestehende Vielzahl an Pokemon und Sammlerherzen werden auch in diesen beiden Editionen wieder höherschlagen. Die Zahlreichen UI Anpassungen wie etwa die visuelle Darstellung eines bevorstehenden Trainerkampfes waren längst überfällig und passen sehr gut ins Gesamtpaket. Auch wenn die neuen Z-Kräfte etwas zu stark sind, sehen sie dennoch beeindruckend aus. Pokemon Sonne und Pokemon Mond sind in der 20-jährigen Geschichte der Serie definitiv die besten Ableger und jeder Pokemon Fan wird hier eine lange zeit beschäftig sein.

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