Spieletest: Starlink: Battle for Atlas

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Während sich Toys-to-Life Spiele wie Skylanders, Disney Infinity oder Lego Dimensions aus der Spielebranche zurückgezogen haben, wagt Ubisoft nun einen weiteren Versuch, die Spieler mit einer Kombination aus Modularen-Spielzeug und Computerspiel in den Bann zu ziehen. Wir durften das Spiel für Euch testen und verraten Euch wieso Ubisoft mit Starlink: Battle for Atlas den richtigen Weg einschlägt.

Modulare Qualität

Toys-to-Life, was ist das überhaupt, fragen sich vielleicht einige von Euch. Diese Frage ist einfach beantwortet, denn dabei handelt es sich um Spielzeug, welches Ihr als digitale Version in Euer Spiel laden könnt. Bei Starlink: Battle for Atlas verwendet Ihr ein modulares Raumschiff welches aus einem Pilot, zwei Flügel und zwei Waffen besteht. Dabei könnt Ihr all diese Komponenten durchmischen. Abhängig davon welche Kombinationen Ihr einsetzt, ändert sich Flugverhalten, Fähigkeiten sowie Waffentyp. Das Starterpaket bringt Raumschiff, Waffen sowie Pilot bereits mit sich. Wer mehr unterschiedliche Variationen haben möchte, kauft sich neue Raumschiff-, Pilot- oder Waffenpakete.

Das Starterpaket beinhaltet alles nötige zum spielen.
Zu Release gibt es insgesamt 4 weitere Raumschiffe, Waffen und Piloten zu erwerben. Nintendo Switch Spieler erhalten den exklusiven Fox McCloud und Arwing aus den Starfox-Spielen. Das Raumschiff setzt Ihr anschließend auf einen Adapter, welcher an den Controller montiert wird. So könnt Ihr jederzeit Änderungen am Raumschiff vornehmen, die sofort auch im Spiel ersichtlich sind. Lediglich Spieler der Nintendo Switch- und Xbox-Fassung erhalten einen kabellosen Adapter. Playstation 4 Spieler bekommen zusätzlich noch ein USB-Kabel mitgeliefert, um den Adapter mit Strom zu versorgen.

Digitales Toys-to-Life

Anders als bei anderen Toys-to-Life Spielen, seid Ihr hier nicht gezwungen weitere Pakete zu kaufen, um neue Spielbereiche spielen zu können. Das Starterpaket beinhaltet bereits alles Nötige, um das vollständige Spiel zu erleben. Lediglich einige der Schatztruhen können nur mit einem speziellen Waffentyp geöffnet werden. Seid Ihr kein Freund von Spielzeug, so könnt Ihr in Starlink: Battle for Atlas auch alle einzelnen Komponenten digital erwerben. Das Spiel lässt sich nämlich auch ohne angeschlossenen Raumschiff spielen. Dabei wählt Ihr einfach Eure digitalen Komponenten im Spiel aus und bastelt Euch Euer Raumschiff zusammen. Mit dem Adapter verbundene Komponenten, werden zudem in digitaler Form zur Verfügung gestellt und bleiben 7 Tage auch ohne angeschlossenem Raumschiff auswählbar. So könnt Ihr vor allem mit der Nintendo Switch auch ohne Raumschiff unterwegs spielen.
 
Das Spielzeug, also Raumschiff, Pilot und Waffen sind alle sehr gut verarbeitet und machen einen stabilen Eindruck. Einige Komponenten der Raumschiffe sind beweglich und können leuchten. Auch die Details der Figuren können sich sehen lassen.

Allianzen, das Vitamin B des Weltraums

Abseits des Spielzeugs gibt es aber noch etwas anderes nämlich das Spiel selbst und wer hätte es gedacht: Es handelt sich um ein Raumschiff-Spiel! Gespielt wird im Atlas-Sternensystem. Dort wird der Kapitän Eures Mutterschiffs namens Equinox von Grax, dem Anführer der Legion entführt, um Technologie der längst vergessenen Hüter in die Finger zu bekommen. Eure Aufgabe besteht nun darin, Eine Allianz auf den sieben Planeten des Atlas-Sternensystems aufzubauen um die Legion zurückzuschlagen und Euren Kapitän zu retten. Dass Ihr eine Allianz nicht ohne Widerstand aufbauen könnt, habt Ihr Euch vermutlich bereits gedacht, denn nicht nur die Legion stellt eine Gefahr auf den jeweiligen Planeten dar. Um eine Allianz aufzustellen, müsst Ihr Euch mit den unterschiedlichen Fraktionen der Planeten verbünden und wie macht man sich am besten Freunde? Indem man Aufgaben für sie erledigt. Dabei müsst Ihr entweder Basen verteidigen, abgestürzte Raumschiffe Hacken und Gegnerwellen bekämpfen oder aber wichtige Ressourcen finden. Letzteres könnt Ihr übrigens auch nebenbei erledigen denn auf jedem Planeten warten neben Kernen auch Biologische und Metallene Ressourcen, die Ihr zu jeder Basis bringen könnt, um neben der Spielwährung Elektrum auch Mods für Eure Waffen oder Raumschiff zu erhalten.
 
Die Basen Eurer Allianz könnt Ihr verbessern
Habt Ihr genügend Ressourcen abgegeben oder Aufträge erledigt, steigt auch die Stufe der jeweiligen Basis, was Euch mit Elektrum und anderen Ressourcen über Zeit belohnt. Umso mehr Ihr erledigt, umso größer wird die Macht Eurer Allianz auf dem derzeit besuchten Planeten aus. Um die Legion zu schwächen, bekämpft Ihr Extraktoren oder die schwierigen und gigantischen Primes. Um Euch das Leben im Weltall ein wenig einfacher zu gestalten, besitzt jeder Feind spezielle Schwachstellen in Form von Elementen. Möchtet Ihr Euch einen Vorteil im Kampf verschaffen, rüstet Ihr Euer Raumschiff mit den passenden Waffen aus. Zur Auswahl stehen Feuer, Kälte, Kinetik, Wirbel, Stasis, Hitze und Gravitation. Setzt Ihr zwei passende Waffentypen ein, könnt Ihr damit besondere Effekte auslösen.
 
Jeder Planet bietet eine Vielzahl an Aufgaben und Orte, die es zu entdecken gibt. Auf der Karte habt Ihr jederzeit den Überblick darauf, was Euch noch fehlt. Per Tastendruck schlägt Euch Eure Crew eine weitere unerledigte Aufgabe vor, so könnt Ihr nach und nach ganz einfach alles auf einem Planeten entdecken, wenn Ihr das überhaupt möchtet, denn die Hauptgeschichte verlangt dies nicht von Euch. Eines solltet Ihr allerdings wissen: Alles was Ihr macht, geschieht mit Eurem Raumschiff. Euer Pilot wird dabei niemals einen Fuß auf einen der Planeten setzen. Befindet Ihr Euch nicht gerade auf einem Planeten, so durchstreift Ihr die weiten des Atlas-Sternensystems auf der suche nach neuen Gefahren oder Planeten. Wer die Switch-Fassung sein eigen nennt, darf zudem eine neue und spannende Geschichte rund um Fox McCloud und seinem Kontrahenten Wolf O’Donnel erleben.

Module für die Module

Wenn man nicht gerade versucht, seine Allianz zu vergrößern und die Welt zu Retten, bastelt man an seinem Raumschiff und deren Waffen herum. Jede Waffe und jedes Raumschiff hat Plätze für sogenannte Module, die Ihr einsetzen könnt, um unterschiedliche Vorteile zu erhalten. Mehr Geschwindigkeit für Euer Raumschiff oder doch lieber mehr Feuerkraft? Die Wahl bleibt bei Euch. Die Farbe der Module kennzeichnet dabei die Seltenheit und in der Regel auch die Kraft. Während weiße Module sehr häufig vorkommen, findet Ihr Orangefarbene-Module nicht so häufig. Die Krönung sind die sogenannten Artefakt-Module, die Ihr durch spezielle Aufgaben erhalten könnt. Zudem könnt Ihr eurem Piloten neue Fähigkeitspunkte zuweisen. Dadurch verstärkt Ihr seine spezielle Fähigkeit, die Ihr während Eurer Abenteuer einsetzen könnt. Zuletzt könnt Ihr mit Elektrum und Nova, eine durch Aufgaben erhaltene Währung, die Equinox verbessern, um verschiedene Vorteile im Spiel zu erhalten. Damit schaltet Ihr zum Beispiel die Schnellreise oder das Kombinieren von Modulen frei.
 
Durch Rätsel und andere Aktivitäten erhaltet Ihr Module

Zu zweit fliegt es sich besser

Wer nicht gerne alleine im Weltall unterwegs ist, hat die Möglichkeit das Spiel gemeinsam im lokalen Mehrspielermodus zu spielen. Dabei benötigt Ihr nicht einmal ein zweites Raumschiff oder einen Adapter denn der zweite Spieler kann auf all Eure Raumschiffe, Piloten und Waffen zugreifen. Ihr könnt sogar die gleichen Komponenten verwenden. Störend ist die Tatsache, dass der zweite Spieler immer in der Nähe des anderen Spielers bleiben muss, ansonsten wird dieser zurück teleportiert. Für die Switch-Fassung müsst Ihr noch Folgendes beachten: Ihr könnt das Spiel nur im Docking-Modus gemeinsam spielen. Zudem benötigt jeder einen vollwertigen Controller. Also entweder 2 Joy-Con oder einen Pro-Controller je Spieler.

Persistente, einsame Welt

Starlink: Battle for Atlas bietet eine persistente Welt, die abhängig von Euren Aktionen unterschiedlich gedeiht. Kämpft Ihr für das Gute auf einem Planeten, wird sich dort Eure Allianz ansiedeln. Ignoriert Ihr einen Planeten, wird es letztendlich ein düsterer, von der Legion bevölkerter Planet. Leider fühlen sich jedoch alle Planeten ziemlich leer an. Ein paar Bäume hier, ein paar Sträucher dort und ab und an mal ein abgestürztes Raumschiff. Da fehlt uns einfach die Dichte und Liebe zum Detail. Auch die unterschiedlichen Gegnertypen sind mit einer Hand abzählbar. Da hätte man weitaus mehr machen können. Als solider Weltraum-Shooter geht Starlink: Battle for Atlas auf alle fälle durch und einige meinen sogar, es wäre der indirekte Starfox Nachfolger.

Fakten

Name: Starlink: Battle for Atlas
Genre: Action-Adventure / Toys-to-life
Entwickler: Ubisoft Toronto
Publisher: Ubisoft
Plattform: Switch | PS4 | XONE
Releasedatum: 16. Oktober 2018
Getestet auf: Switch
  Bei Amazon kaufen

Medien

Das Spiel wurde uns für unsere Rezession vom Entwickler, Publisher oder einer Agentur zur Verfügung gestellt und beeinflusst nicht unsere Bewertung zum Spiel.

Gameplay
8
Inhalt
7.4
Präsentation
7.2
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