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    Spieletest: Tales of Berseria

    Die Tales Of Serie hat sich in den letzten Jahren im Westen einen fundamentalen Namen in der jRPG Gemeinschaft gemacht. Der sechzehnte Teil der Serie hört auf den Namen Tales of Berseria und auch hier wird wieder eine neue, unabhängige Geschichte erzählt, während das Grundprinzip der Serie weiterhin erhalten bleibt. Wir haben uns mit der neuen Protagonistin Velvet in einen Rachefeldzug voller Gefühlen und Überraschungen begeben und möchten Euch von dieser wunderbar erzählten Reise berichten.
     
    Dass die Tales Of Spiele besonderen Wert auf die Story legen erkannte man bereits bei Tales of Vesperia oder Tales of Graces. Auch die darauf folgenden Ableger hatten eine grandiose Geschichte und spannende Gameplay-Elemente. Bleibt das Spiel im Kern immer gleich, findet man ähnlich wie in Final Fantasy in jedem neuen Ableger eine abgewandelte Form vom Kampfsystem und anderen Features. Obwohl das Spiel zwar im Westen nur als Playstation 4 und PC Version veröffentlicht wurde, kam in Asien auch eine Playstation 3 Fassung auf den Markt, was auch diesen Teil der Serie zu keinem reinen Next-Gen Titel macht.
     
    War man in den bisherigen Tales of Spielen noch der strahlende Held, auf dem Weg die Welt zu retten, begibt man sich nun mit der neuen Protagonistin Velvet auf einen Rachefeldzug. Nebenbei gesellen sich noch ein Dämon, Pirat, eine Exorzistin, Hexe und ein Malak (Sprituelle Wesen) zu uns ins Team. Damit stellt sich so ziemlich der bisher verrückteste Haufen Charaktere zusammen. Ein Gemisch aus Gut und Böse, gemeinsam auf der Reise nach Rache die eine unerwartete Wendung nimmt.
     
     
    Wie bereits erwähnt, ändert sich vom Grundprinzip nicht viel. Man folgt immer der Story, die mit einem großen gelben Stern auf der Karte markiert ist. Weil im Heligen Midgand Imperium nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen ist, versuchen uns bösartige Dämonen davon abzuhalten, unser Ziel zu erreichen. Sobald Körperkontakt besteht, wechselt das Spiel direkt und ohne Ladebildschirm in das bereits bekannte Linear Motion Battle System. Mithilfe der freien Steuerung kann man sich innerhalb des Kampfgebiets bewegen und unterschiedliche physische sowie magische Artes (Die Kampfarten) ausführen. Die Kampffähigkeiten können im Menü auf die unterschiedlichen Aktionstasten zugewiesen werden. Dadurch kann man auch Kombos definieren, um für die unterschiedlichsten Kreaturen ausreichend gewappnet zu sein. Neu ist hier die Seelenleiste, auch Soul Gauge genannt. Bei jeder Aktion nimmt diese ein wenig ab und sobald leer, werden unsere Attacken ineffizient. Danach heißt es kurz ausruhen um die Seelen wieder zu regenerieren. Sobald man eine gewisse Anzahl der Seelen besitzt, kann man eine Spezialattacke ausführen, die abhängig von Charakter unterschiedliche Auswirkungen hat. Velvet führt mit ihrem Dämonenarm beispielsweise neue, kräftigere Attacken aus. Während wir Schaden einstecken oder austeilen, füllt sich die Blastleiste, die den Einsatz der ultimativen und kraftvollen mystischen Artes ermöglicht.
     
    Neue Artes erlernt man durch Stufenaufstieg oder dem regelmäßigen Einsatz anderer Artes. Fähigkeiten wie etwa Resistenzen und Attribute befinden sich diesmal auf den Ausrüstungsgegenständen. Beim regelmäßigen Einsatz wird die entsprechende Ausrüstung oder Waffe gemeistert, wodurch die darauf liegende Fähigkeit permanent dem jeweiligen Charakter zugutekommt. Dadurch wird man jedoch genötigt, jeden Ausrüstungsgegenstand eine gewisse Zeit anzulegen, unabhängig davon, ob sich dieser gut oder schlecht auf die eigenen Werte auswirkt. Um dem etwas entgegen zu wirken, besteht die Möglichkeit die Ausrüstung zu verbessern. Dadurch erhöhen sich nicht nur die Attribute, sondern ab einer gewissen Stufe werden auch neue Fähigkeiten der Rüstung aufgedeckt. Diese lassen sich dann allerdings nicht permanent erlernen. Um die benötigten Ressourcen zur Aufwertung zu erhalten, kann man unter anderem unnötige Ausrüstung zerlegen.
     
    Um sein Alter-Ego äußerlich anzupassen, gibt es wieder zahlreiche kosmetische Gegenstände
    Wie in jedem Tales of Ableger gibt es auch wieder die witzigen Skits. Das sind Story unabhängige Gespräche der einzelnen Gruppenmitglieder. Diesmal wurde besonderes Augenmerk darauf gelegt, denn alle Skits sind liebevoll gezeichnet und animiert. Auch haben diese wieder eine vollständige Synchronisierung verpasst bekommen. Skits können unter gewissen Voraussetzungen mit der Dreiecktaste oder der entsprechenden Taste am PC aktiviert werden. Man sollte also immer darauf achten, ob gerade ein neuer Skit verfügbar ist, sofern man sich dafür interessiert.
     

    Wer abseits der Pfade entlang wandert, wird neben vielen Gegenständen und Kisten auch auf sogenannte Katz-Geister treffen. Das sind sammelbare, in der Luft schwebende Leuchtkugeln. Hat man genügend davon gesammelt, kann man die überall auf der Welt verstreuten Katz-Kisten öffnen, um die darin eingesperrte Katz zu befreien. Diese belohnt Euch immer mal wieder mit einem Gegenstand, der Euer Aussehen verändert. Die Kisten sind meist sehr gut versteckt also sollte man immer ein Auge offen halten. Doch die Katz-Kisten sind nicht das Einzige, was Ihr entdecken könnt. Die sogenannten roten Dämonen, das sind stärkere Monster, möchten von Euch besiegt werden. Dafür gibt es dann auch eine nette Belohnung in Form von Gold. Zusätzlich könnt Ihr Euch Geschichten der mit grünem Ausrufezeichen markierten NPC’s anhören. Manchmal werdet Ihr dadurch mit einem Rückblick aus Velvets Vergangenheit belohnt oder erhaltet eine Nebenaufgabe.
    Technisch ist Tales of Berseria sicherlich der fortschrittlichste Teil. Fließende Kampfübergänge und kaum vorhandene Ladezeiten sind hier nur ein kleiner Teil der sichtlichen Verbesserungen. Die musikalische Untermalung und die Sprachausgabe sind gelungen wie eh und je. Auch ist für die japanischen Fans wieder eine entsprechende Sprachausgabe enthalten. Obwohl die Technik hier definitiv punktet, hat mich das Spiel selbst irgendwie nicht so sehr gepackt, wie es bei den Vorgängern der Fall war. Der Funke wollte nicht so ganz überspringen. Vielleicht lag es an der geradlinigen Story oder den marginal vorhandenen Nebenaufgaben. Mit einer Spielzeit von mehr als 50 Stunden bekommt man jedoch definitiv genug für sein Geld geboten.
     

    Hinweis: Das Testmuster wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt.
    Hier könnt Ihr Tales Of Berseria kaufen

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