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    Spieletest: The Elder Scrolls Online: Blackwood

    Blackwood, die neueste Erweiterung für das erfolgreiche MMORPG The Elder Scrolls Online wurde veröffentlicht und ab sofort könnt ihr die Gebiete von Oblivion unsicher machen. Wir haben das neueste Kapitel getestet und verraten euch, wieso Blackwood die wohl bisher beste Erweiterung von The Elder Scrolls Online ist.

    Willkommen im düsteren Dunkelforst

    Die Geschichte findet diesmal 800 Jahre vor den Ereignissen von The Elder Scrolls IV Oblivion statt. Man versucht das Komplott der Daedras aufzudecken – Allen voran steht der Daedrafürst Mehrunes Dagon, welcher bereits aus der Geschichte von Oblivion bekannt sein sollte. Im neuen Gebiet namens Dunkelforst entdeckt ihr die kaiserliche Stadt Leyawiin, die Sümpfe Schattenfenns sowie die Totenländer. Dunkelforst besitzt etwa eine Größe, die mit der Summerset Erweiterung vergleichbar ist und sieht nicht weniger episch aus, als es bereits bei den vorherigen Erweiterungen der Fall war.

     
     
    Während man in Summerset in strahlend grünen Wäldern und Feldern auf Abenteuer unterwegs war, ist der Dunkelforst ein eher düsterer und trostloser Ort voller Gefahren. Das macht sich gleich zu Beginn der Kampagne bemerkbar, denn der sogenannte Rat wird nach und nach von Meuchelmördern ausgerottet. Eure Aufgabe ist, nicht nur die übrigen Ratsmitglieder zu warnen, sondern auch gleichzeitig dem nachzugehen und den Fall aufzudecken. Die Geschichte wird wunderbar erzählt und wie bei The Elder Scrolls Online gewohnt, dürft ihr euch auf eine vollständig in deutsch synchronisierte Sprachausgabe freuen. Während ihr der Geschichte folgt, deckt ihr auf der Karte neue Nebenmissionen, interessante Orte, Höhlen oder fordernde und seltene Gegner auf. Auch hier hat sich an der Mechanik nichts geändert. Muss es aber auch nicht, denn das Konzept hat bisher wunderbar funktioniert und erfreut nach wie vor entdeckungsfreudige Spieler. Der Gebietsleitfaden zeigt euch zudem, was es in Dunkelfrost noch alles zu tun gibt. So habt ihr immer den Überblick und könnt nach und nach alle Aktivitäten abschließen. Wenngleich das auch eine ziemlich gewaltige Aufgabe darstellt. Wer alles sehen will, hat viel zu tun.

    Nie mehr Allein: Die Gefährten

    Die vermutlich größte Neuerung in The Elder Scrolls Online: Blackwood sind die Gefährten. Damit müsst ihr künftig auch als Einzelgänger nicht mehr alleine spielen, denn die Gefährten begleiten euch bei euren Abenteuern sowohl in der offenen Welt als auch in instanzierten Dungeons, wenn ihr das möchtet. Um einen der beiden Gefährten freizuschalten, genügt es in Dunkelforst die dazugehörigen optionalen Aufgaben zu erledigen. Danach dürft ihr Bastian Hallix oder Mirri Elendis zu euren Gefährten zählen. Zwar könnt ihr beide freispielen, mitnehmen dürft ihr allerdings immer nur einen gleichzeitig. Aber eure Gefährten sind nicht nur einfache NPC’s die euch im Kampf unter die Arme greifen, nein, sie haben auch Gefühle und abhängig von euren Taten verschlechtert oder verbessert sich die Beziehung zu ihnen. Mit einer besseren Beziehung schaltet ihr nicht nur neue Dialoge, sondern auch spezielle Nebenaufgaben frei. Wenn sich die Beziehung allerdings verschlechtert, könnten eure Gefährten eine Zeit lang auch alleine umherziehen.
     
     

    Wer oft mit seinen Gefährten unterwegs ist, profitiert davon, denn eure aufrichtigen Begleiter können auch Kampferfahrung verdienen und damit neue Fähigkeiten erlernen. Zur Auswahl stehen unterschiedliche Heil, Tank und Damage Dealer Skills. Es bleibt also euch überlassen, zu welcher “Klasse” ihr euren Gefährten ausbildet. Zusätzlich könnt ihr auch Ausrüstung finden, die euren Begleiter noch stärker macht. Monturen verändern außerdem das Erscheinungsbild eures Gefährten.

    Spannende neue Weltereignisse

    Mit dem Hauptspiel und vorherigen Erweiterungen gab es immer mal neue Weltereignisse wie zum Beispiel die Anker oder die Gramstürme. Diese waren stets auf der Karte markiert und boten kleine Wellen von Gegnern, um am Ende gegen einen Boss anzutreten. Auch in Blackwood kommt ein neues Weltereignis hinzu. Die sogenannten “Portale ins Reich des Vergessens”. Anders als bei den bisherigen Weltereignissen sind diese nicht auf der Karte markiert und müssen von den Spielern selbst entdeckt werden. Einmal ein Portal gefunden, kann man alleine oder mit einer Gruppe hindurch schreiten, um zu mehreren kleinen Feuerinseln zu gelangen. In jedem Raum lauern einige Gegner und ein Boss. Ganz am Ende wartet dann ein größerer Boss, der seltene Belohnungen fallen lassen kann. Das besondere an den Portalen ist der doch eher fordernde Schwierigkeitsgrad, der die neuen Weltereignisse aus meiner Sicht wesentlich interessanter macht als bisher.

    Viele kleine aber praktische Quality of Life-Änderungen

    Während Blackwood sonst keine großen Neuerungen mit sich bringt, darf man sich zumindest über viele kleinere freuen. Eine neue 12-Spieler Prüfung, ein neues Tutorial für neue Spieler, die anschließend sofort im Dunkelforst losstarten können oder das neue “Bestrebungen”-System, welches euch sowohl tägliche als auch wöchentliche Aufgaben zur Verfügung stellt, um Siegel der Bestrebung zu erhalten, die euch wiederum Gegenstände ermöglichen, die sonst nur mit “Echtgeld” erworben werden können. Zwar dauert es eine Weile, bis ihr genügend Siegel zusammengekratzt habt, aber das System ergänzt sich perfekt zu den ohnehin schon regelmäßigen Aufgaben, die ihr während einer Spielsitzung absolviert.

    Mit den Ability Bar Timers wurde außerdem eine Mod permanent in das Spiel integriert. Damit könnt ihr die Zeit einer laufenden Fähigkeit direkt auf eurer Fähigkeiten-Leisten ablesen. Dieses Feature müsst ihr allerdings zuvor in euren Optionen aktivieren. Neben vielen anderen Qualityof-Life Änderungen dürfen sich vor allem Playstation 5 und Xbox Series X/S Spieler über das Enhanced Update freuen. Dieses zaubert 60 Frames Pro Sekunde, feinere Texturen, bessere Reflexionen und eine erhöhte Sichtweite auf eure Bildschirme. Damit spielt sich The Elder Scrolls Online: Blackwood noch schöner als je zuvor. Das aktuelle Update sorgt allerdings dafür, dass das Spiel zumindest auf der Playstation 5 öfters während des Ladevorgangs abstürzt. Das ist ziemlich nervig und wird hoffentlich bald mit einem Update behoben.

    Fazit

    The Elder Scrolls Online hat schon einige Jahre am Buckel und mit der fünften Erweiterung namens Blackwood zeigen Zenimax und Bethesda, dass sie es immer noch drauf haben, neue Inhalte mit Qualität zu veröffentlichen. Das neue Gebiet namens Dunkelforst ist düster, geheimnisvoll und fügt sich perfekte in die jahresumfassende Geschichte rund um die Geschehnisse vor Oblivion ein. Mit den neuen Gefährten ermöglicht man es, auch Einzelgängern ein klein wenig Gesellschaft zu haben und erleichtert gleichzeitig die Suche nach instanzierten Dungeons. Mit der Prüfung in Felshein darf man sich wieder auf eine tolle 12-Spieler Herausforderung freuen und seinen Charakter mit schönen neuen Setgegenständen schmücken. Weitere Quality-of-Life Änderungen runden das Ganze ab. Die Enhanced Edition zaubert auf den neuen Konsolen ein noch schöneres Thamriel als je zuvor auf den Bildschirm. Mit The Elder Scrolls Online: Blackwood bekommt man wieder ein großartiges jahresumfassendes Kapitel mit einer grandiosen Geschichte und jeder Menge tollen Verbesserungen.

    Fakten

    Name: The Elder Scrolls Online: Blackwood
    Genre: MMORPG
    Entwickler: Zenimax Online Studios
    Publisher: Bethesda Softworks
    Plattform: PS5 | PS4 | XONE | XSX | PC
    Releasedatum: 08. Juni 2021
    Getestet auf: Playstation 5
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    Medien

    Das Spiel wurde uns für unsere Rezession vom Entwickler, Publisher oder einer Agentur zur Verfügung gestellt und beeinflusst nicht unsere Bewertung zum Spiel.

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    REVIEW OVERVIEW

    Gameplay
    8.7
    Inhalt
    8.6
    Präsentation
    9
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