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    Spieletest: This War of Mine: Complete Edition

    Mit This War of Mine hat Entwickler 11 Bit Studios bereits im Jahr 2014 eine spannende Überlebens-Simulator mit Kriegsthematik für PC veröffentlicht. Nach einem späteren Release für Playstation 4 und Xbox One, folgt mit der Complete Edition nun auch ein Switch-Release inklusive aller DLC’s. Wir haben uns mit dem harten Thema auseinandergesetzt und für Euch getestet.

    Krieg aus der Sicht von Zivilisten

    Während Länder in den Krieg ziehen wird oft eines vergessen: nämlich dass nicht nur die Kriegsführer daran beteiligt sind, sondern auch jene Menschen die in diesen Ländern leben. Dies möchte uns auch 11 Bit Studios zeigen und schickt mit This War of Mine nun auch erstmals Switch-Spieler in den digitalen Krieg. Als Kriegsüberlebender Zivilist ist es nun unsere Aufgabe, in einer 2D-Optik den Krieg zu überdauern. Dass dies kein leichtes Unterfangen sein wird, zeigt uns der Entwickler bereits in den ersten Spielminuten denn die wichtigsten Ressourcen wie Nahrung und Medizin sind knapp.

    Überlebenskampf auf hohem Niveau

    Die Complete Edition von This War of Mine beinhaltet neben dem eigentlichen Hauptspiel auch die Erweiterungen namens “The Little Ones” und “Stories”. Egal für welchen Modus wir uns entscheiden, gestartet wird als einer oder mehrere Überlebende in einem heruntergekommenen Unterschlupf. Dort können wir Schränke öffnen, Türen aufbrechen oder Schutt beiseite räumen um hilfreiche Ressourcen wie Nahrung, Medizin oder Materialien zu finden. Letzteres benötigen wir dazu um etwa Betten, Herd oder Werkbank herzustellen. Neben der Suche nach Ressourcen müssen wir uns nämlich auch gleichzeitig um das Wohlbefinden der Überlebenden kümmern. Hunger, Müdigkeit oder Krankheiten sind nur einige der wenigen Zustände die unsere Überlebenden einnehmen können und wenn wir diese ignorieren, führt das schlimmstenfalls zum sicheren Tod der Figur.
     
    Durch den Krieg sind viele Häuser verlassen und heruntergekommen

    Entscheidende Auswirkungen

    Aber auch andere Ereignisse können zum Ableben und dem Spielende führen, denn irgendwann ist auch der Unterschlupf leer geplündert und Ressourcen gehen zur Neige. Dies ist der Moment, in dem einer unserer Überlebenden anhand einer Karte auf Plündertour gehen kann. Doch nicht alle Gebäude sind verlassen und unbewohnt. In einem könnte etwa ein krankes Ehepaar wohnen, welches haufenweise Medizin besitzt. Nun müssen wir uns fragen, ob wir die Medizin an uns nehmen, um für unser eigenes Wohl zu sorgen, dabei jedoch den sicheren Tod des Ehepaars besiegelt oder aber ohne Medizin weiterziehen. Während des Spiels werden wir auf viele solcher ethischen Entscheidungen treffen, was noch einmal das Ausmaß des Krieges in den Vordergrund rückt.
     
    Mit Ressourcen könnt Ihr Euren Unterschlupf verbessern
    Doch nicht immer werden unsere Figuren auf schwache oder kränkliche Personen treffen, sondern auch auf andere Überlebende die entweder dasselbe vor haben und unseren Unterschlupf plündern möchten oder während unserer eigenen Plündertour widerstand leisten und sich mit allen Mitteln zur Wehr setzen. Mit unterschiedlichen Waffen die wir entweder finden oder herstellen, können wir uns verteidigen. Doch sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass jede Tat Konsequenzen nach sich ziehen wird und egal ob Hungersnot, Krankheit oder Verletzungen bei Gefechten: Sobald ein Charakter stirbt, bleibt er auch tot und sollte es gar die letzte Figur gewesen sein, ist das Spiel zu ende. Danach bleibt nur noch das Starten eines neuen Durchlaufs der ein neues, zufälliges Szenario generiert.

    Das komplette Paket

    Wer mit dem Hauptspiel noch nicht genug hat, kann auch die “The Little Ones” Erweiterung starten. Diese bringt erstmals auch Kinder als Überlebende ins Kriegsgeschehen. Während der Krieg gerade für Kinder eine noch größere Herausforderung darstellt, wird auch der Spieler ein wenig mehr gefordert, denn Aktivitäten die eine enorme Kraft erfordern, können von Kindern nicht ausgeführt werden. Dafür sind Kinder aber auch ein wenig einfacher glücklich zu machen. Während Erwachsene etwa einen teuren Glimmstängel zum glücklichsein benötigen, geben sich Kinder bereits mit einem Stoffteddy zufrieden.

    Die “Stories” Erweiterung wirkt grafisch noch ein wenig besser
    Wer neben dem Ziel zu Überleben auch noch ein wenig mehr Tiefgang benötigt, wird mit der “Stories” Erweiterung sein Glück finden. In insgesamt drei Geschichten spielt man vorgegebene Personen und folgt einem teils linearen Pfad zum Ziel. In der Geschichte “Vaters Versprechen” spielt man einen Vater, der seine kranke Tochter während des Krieges pflegen muss. Im Lauf der Geschichte verschwindet die Tochter jedoch plötzlich. Anhand von Spuren ist es nun die Aufgabe des Vaters, nicht nur weiterhin zu überleben, sondern auch seine Tochter wiederzufinden. Während unseres Tests war nur eine der drei Geschichten verfügbar. Die anderen beiden werden zu einem späteren Zeitpunkt nachgereicht.

    Ungenaue Steuerung

    Während This War of Mine technisch auf Nintendos Hybrid-Konsole einen wunderbaren Eindruck macht, muss ich jedoch die hakelige Steuerung ein wenig bemängeln. Nicht selten ist es mir passiert, dass die Spielfigur immer ein wenig mehr getan hat, als ich eigentlich wollte. Dies kann sich schlecht auf den Spielausgang auswirken, denn wenn ich durch leichtes Antippen des Analog-Sticks trotzdem die Tür mit Karacho aufschlage, wird aus der im Schatten haltenden Plünderung meist ein blutiges Gefecht.

    Fakten

    Name: This War of Mine: Complete Edition
    Genre: Überlebens-Simulation
    Entwickler: 11 Bit Studios
    Publisher: 11 Bit Studios
    Plattform: Switch
    Releasedatum: 27. November 2018
    Getestet auf: Switch
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    Medien

    Das Spiel wurde uns für unsere Rezession vom Entwickler, Publisher oder einer Agentur zur Verfügung gestellt und beeinflusst nicht unsere Bewertung zum Spiel.

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