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    Spieletest: Tom Clancy’s The Division 2

    Fast exakt 3 Jahre nach der Veröffentlichung von The Division, bringt Ubisoft die Fortsetzung zum Spiel auf den Markt. Mit The Division 2 möchte man aus den Fehlern des Vorgängers gelernt haben und den Spielern besseres Endgame präsentieren. Wir haben uns das genauer für Euch angesehen und verraten was Euch im Looter-Shooter erwartet.

    Gameplay statt Story

    The Division 2 spielt 7 Monate nach den Ereignissen des ersten Teils. Noch immer droht die staatliche Ordnung aufgrund der durch die Dollar-Grippe verursachten Epidemie zu kollabieren. Statt New York City verschlägt es die Division diesmal nach Washington D. C., welches von terroristischen Gruppierungen heimgesucht wird. Als Division-Agent oder Agentin ist es nun die Aufgabe des Spielers, die Ordnung wieder herzustellen. Wer in The Division 2 ganz großes Kino und eine spannend inszenierte Story sucht, wird enttäuscht. Das stört allerdings nur bedingt, denn Ubisoft macht dies durch tolles Gameplay wieder wett.
     
    The Division 2
     
    Wer mit The Division bisher nichts anfangen konnte, dem sei gesagt: Es handelt sich dabei um einen Third-Person-Looter-Shooter. Ihr kämpft Euch daher ständig durch Missionen und Gegnerhorden um am Ende des Tages neue und bessere Ausrüstung zu erbeuten nur um danach das ganze noch einmal zu machen, um erneut bessere Beute zu finden. Während sich das bei vielen anderen Spielen dieses Genres zu einem mühsamen Grindfest entwickelt, macht The Division 2 vieles richtig, um genau dieses Gefühl zu unterbringen. Aber fangen wir mal ganz von vorne an, denn bis ihr beim besagten Endgame angelangt, ist es noch ein langer Weg.

    Tolle Charakter-Anpassung

    Bevor wir uns in die erste Einführungsmission stürzen können, muss erst einmal ein anschaulicher Charakter erstellt werden, der uns das gesamte Spiel lang repräsentiert. Dazu hat Ubisoft einige Möglichkeiten eingebaut, um ein individuelles Erscheinungsbild zu kreieren. Angefangen beim wählbaren Geschlecht bis hin zu unterschiedlichen Gesichtszügen und verschiedener Tattoos an vordefinierten Körperstellen. Das Ganze wird mit einer Auswahl passender Kleidungsstücke abgerundet. Später lassen sich neue Shirts, Hosen und sogar Rucksackanhänger finden, um künftig perfekt vor anderen Spielern in Erscheinung zu treten. Die Möglichkeiten der Charakteranpassung sind dadurch vielfältig, allerdings: Durch die pompöse Gürtel Montur, die jeder Division-Agent bei sich trägt, kommt zumindest das angelegte Oberteil nicht wirklich zur Geltung.

    Von A nach O bis zum weißen Haus

    Mit dem neuen geschaffenen Agenten liegt unser erstes Ziel daran, das Weiße Haus zu erreichen. Ein Stützpunkt der Division, der zukünftig als unsere Operationsbasis dient. Doch der Weg dahin wird durch terroristische Gruppierungen blockiert. Ein perfekter Zeitpunkt, um unsere Waffen zu testen, und so schlagen wir uns durch das als Tutorial dienende Gebiet und finden schnell heraus, dass Deckung nach wie vor das A und O in The Division 2 ist und man hier mit brachialer Gewalt nicht weit kommt. Glücklicherweise bietet sich fast alles im Spiel als Deckung an und so können wir mit Tastendruck ganz einfach von Deckung A nach Deckung B spurten, um die Gegnerhorden vor uns nacheinander mit gezielten Schüssen auszuschalten. Ist dies geschafft, erreichen wir letztendlich die Operationsbasis und unsere eigentliche Mission beginnt. Nämlich in ganz Washington D. C. wieder Ordnung zu schaffen.
     
    The Division 2
    Das weiße Haus dient zukünftig als Eure Operationsbasis

    Jede Menge zu tun in Washington D.C.

    Auch Washington D.C bietet wieder viele Aktivitäten für Euch uns bis zu drei weitere Freunde an. Die Hauptmissionen schicken Euch auf Gefechte in instanzierten Örtlichkeiten wie etwa das Air & Space Museum wo Ihr Euch zum Beispiel durch das spektakuläre Planetarium kämpft. Wie bereits im Vorgänger trefft Ihr etwa alle 2 Level, auf eine neue Hauptmission. Aber abseits dessen und auf den Straßen von Washington gibt es noch viel mehr zu tun. Zwischen kürzeren Nebenmissionen gibt es immer wieder neue Aktivitäten, bei denen Ihr etwa die Kontrolle eines Stützpunktes einnehmen müsst, oder einen Konvoi mit Ressourcen abfängt. Das alles bringt nicht nur wertvolle Erfahrungspunkte, sondern nebenbei auch Ressourcen und neue Ausrüstung.
     
    The Division 2
    The Division 2 führt Euch mit Hilfetexten durch alle Aktivitäten
     
    Die Ressourcen könnt Ihr anschließend freundlichen Einwohnern geben, um diese und gleichzeitig Euch zu verstärken. Praktisch: Absolvierte Aktivitäten dienen gleichzeitig als Schnellreisepunkt, jedoch nur so, lange bis diese wieder von der feindlichen Gruppierung eingenommen wurde. Diese überall verstreuten Aufgaben lassen sich allerdings nicht nur von Euch erledigen, sondern auch von anderen Spielern in Eurer Welt. Heißt: Hat ein anderer Spieler oder eine andere Gruppe zum Beispiel einen Kontrollpunkt eingenommen, zählt dies auch für Euch und Ihr erhaltet ebenso alle Vorteile wie etwa die Schnellreise für diese Aktivität. Zudem solltet Ihr immer die Safehouses in den jeweiligen Gebieten ausfindig machen. Diese dienen dann nämlich nicht nur als permanenter Schnellreisepunkt, sondern decken auch die Fundorte der kostbaren SHD-Tech-Container auf, mit denen Ihr Euch neue Fähigkeiten kaufen könnt.
     
    The Division 2
    Siedlungen könnt Ihr ausbauen und Projekte annehmen um neue Belohnungen zu erhalten

    Fähigkeiten bis zum Abwinken

    Mit den sogenannten SHD-Techs, könnt Ihr Euch in der Operationsbasis aktive und passive Fähigkeiten kaufen. Dazu stehen insgesamt 8 aktive Fähigkeiten in unterschiedlichen Ausführungen zur Verfügung. Die erste Ausführung erhaltet Ihr lediglich mit Fähigkeitspunkten, die Ihr im Verlauf der Hauptgeschichte erhaltet. Die nächsten Ausführungen bekommt Ihr dann mit je 5 SHD-Techs. Euer Agent kann dabei insgesamt 2 aktive Fähigkeiten ausrüsten und verwenden. Zur Auswahl stehen zum Beispiel intelligente Granaten mit Ziel Suchfunktion oder etwa automatische Geschütze. Auch Drohnen, die Euch oder andere Spieler heilen, stehen Euch zur Auswahl. Die Fähigkeiten könnt Ihr zu jederzeit im Inventar auswechseln und diese der Situation entsprechend anpassen. Wer die Maximalstufe von 30 erreicht hat, darf sich außerdem für eine der derzeit 3 zur Auswahl stehenden Spezialisierungen entscheiden. Hier warten dann nicht nur neue Aktive sowie Passive Fähigkeiten, sondern auch eine neue spezielle Waffe wie die Armbrust oder den Granatwerfer. Die Spezialisierungen sind ein nettes Feature, durch welches jeder seinen präferierten Spielstil einsetzen kann. Wem es nicht mehr gefällt, kann in der Operationsbasis eine andere auswählen.

    Pralles Endgame

    Wer Stufe 30 erreicht und die Hauptmissionen erledigt hat, darf sich auf das Endgame gefasst machen. Hier hat Ubisoft wirklich sehr gute Arbeit geleistet. Nach dem Abschluss der Hauptstory befindet sich der Spieler in einer schwierigeren Instanz des Spiels, den sogenannten World-Tiers. Beginnend mit Tier 1, hat man die Aufgabe, bereits absolvierte Missionen in einem höheren Schwierigkeitsgrad zu beenden. Ist dies erledigt, kann man sich an den Stützpunkt-Missionen wagen. Danach betritt man den nächsten World-Tier und der Schwierigkeitsgrad steigt erneut an. Aber nicht nur die Schwierigkeit erhöht sich, sondern auch die Fähigkeitsstufe der Ausrüstung, die man finden kann. Umso höher diese nämlich ist, umso besser ist im Normalfall auch das besagte Stück. Durch das World-Tier Endgame hat man immer das Gefühl von Fortschritt. Selbst wenn nicht gerade bessere Gegenstände gefunden werden. Mit derzeit insgesamt 4 World-Tiers, ist man eine ganze Weile beschäftigt und wem das immer noch nicht genug ist, für den hat Ubisoft noch ein wenig mehr zu bieten.
     
    The Division 2
    Das Planetarium ist eine der besonderen Missionsgebieten

    Auch für PvP-Spieler einiges zu tun

    Was in The Division 2 nämlich überhaupt nicht fehlen darf, ist die sogenannte Darkzone und diesmal gibt es gleich 3 unterschiedliche davon. Dort kämpfen mehrere Spieler gemeinsam, um kontaminierte Ausrüstung zu erhalten. Diese kann mittels herbeigerufenen Helikopter in Sicherheit gebracht und anschließend ausgerüstet werden. Was macht die Darkzone jedoch so besonders, fragt Ihr Euch? Diese Zone ist die einzige ohne Friendly Fire und so könnt Ihr auch andere Spieler verletzen. Hat dieser Spieler auch noch zufällig kontaminierte Ausrüstung bei sich, so dürft Ihr diese nach seinem Ableben sogar von ihm entwenden. Ihr spielt in der Darkzone also im schlimmsten Fall nicht nur gegen die KI, sondern auch gegen andere Division Agenten. Durch das Spielen in der Darkzone, erhaltet ihr DZ-Erfahrung und steigt so in Eurem Darkzone-Level. Dieses bringt Euch wiederum neue passive Fähigkeiten, die lediglich in der Darkzone aktiv sind. Wer ausschließlich gegen andere Spieler antreten möchte, kann im PVP-Modus namens Konflikt in 4v4 Matches sein bestes geben.

    Wunderschönes Washington

    Grafisch zeigt sich The Division 2 von seiner besten Seite. Auf den premium Konsolen und dem PC läuft das Spiel in prächtigen 4K und 60FPS. Die Landschaft ist liebevoll und detailreich gestaltet worden und das teils zerstörte Washington D. C. bringt eine bedrückende aber genau richtige Stimmung rüber.

    Fakten

    Name: Tom Clancy’s The Division 2
    Genre: Action-Adventure
    Entwickler: Massive Entertainment
    Publisher: Ubisoft
    Plattform: PS4 | XONE | PC
    Releasedatum: 15. März 2019
    Getestet auf: Xbox One X
      Bei Amazon kaufen

    Medien

    Das Spiel wurde uns für unsere Rezession vom Entwickler, Publisher oder einer Agentur zur Verfügung gestellt und beeinflusst nicht unsere Bewertung zum Spiel.

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    FAZIT

    Mit The Division 2 hat Ubisoft aus Fehlern des Vorgängers gelernt und präsentiert nur das beste davon. Sei es das stetig nach Fortschritt anfühlende Endgame oder der größere Nutzen von Blaupausen im späteren Verlauf des Spiels. Die Aktivitäten auf der Karte sind nach wie vor nach einiger Zeit ausgelutscht, belohnen Spieler nun aber mit richtig guten Gegenständen. Die offene Welt bietet zudem jetzt auch viel mehr zu entdecken. Neben den unzähligen Sammelobjekte die diesmal nicht auf der Karte angezeigt werden, warten noch viele weitere Geheimnisse und Eastereggs auf Spieler mit Forscherdrang. Wer ein komplett neues Spielprinzip erwartet, wird enttäuscht sein, denn The Division 2 fühlt sich wie ein Upgrade des Vorgängers an. Fans des Spiels können ohne bedenken zugreifen und für alle anderen wird es die bisher beste “The Division” Erfahrung werden.
    Gameplay
    8.6
    Inhalt
    7.9
    Präsentation
    9
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