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    Spieletest: Until Dawn: Rush of Blood

    Mit Until Dawn: Rush of Blood wurde im März 2016 eines der ersten Playstation VR Spiele angekündigt. Mit in beiden Händen ausgerüsteten Waffen durch eine gruselige Geisterbahn, vollgepackt mit schrecklichen Kreaturen aus Until Dawn. Das kann doch nur nach Spaß klingen. Wir haben das Spiel von Supermassive Games für Euch getestet und damit auch gleichzeitig unseren Windelvorrat aufgestockt.

    Wer bereits in den Genuss des VR-Gamings gekommen ist, der weiß, dass man sehr schnell alles um sich herum vergessen kann und sich zu 100 % in das Spielgeschehen hineinversetzt. Mit diesem Wissen habe ich Rush of Blood getestet und würde mich nicht wundern, wenn die nächsten Tage eine Lärmbelästigungsklage meiner Nachbarn im Briefkasten auf mich wartet.

    Eines vorweg: Das Spiel lässt sich sowohl mit einem Wireless-Controller als auch mit den Move-Controllern spielen. Wir raten jedoch vom Wireless-Controller ab. Das Zielen mit beiden Waffen und einem Controller ist nahezu unmöglich und erschwert nicht nur das Spiel, sondern führt dazu, dass viel von der Immersion verloren geht. Mit den Move-Controllern kann mit beiden Waffen separat gezielt werden.

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    Gegner kommen Euch immer mal wieder ziemlich nahe und vermitteln ein unwohles Gefühl

    Rush of Blood ist keine Fortsetzung des auf der Playstation 4 erschienenen Until Dawn, sondern eher ein Spin-off in einer virtuellen Realität. Ihr benötigt also zum Spielen die Playstation VR sowie eine Playstation 4 Kamera. Den Vorgänger müsst Ihr nicht gespielt haben denn eine richtige Geschichte hat Rush of Blood nicht. Hier geht es mehr um das Erlebnis und die Jumpscares die Euch erwarten. Brille aufgesetzt, Windeln angezogen und schon kann der “Spielspaß” beginnen. Nachdem man sich für eine Variante der Steuerung entschieden hat (Wireless oder Move), folgt noch die übliche Kalibrierung mittels ausstrecken der Arme. Im Spielmenü hat man die Auswahl eines Story-Modus sowie eine Kapitelauswahl zum Knacken der Highscores.

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    Mit diesen Damen ist nicht zu scherzen

    Gespielt wird sitzend in einer Lore und mit zwei Waffen in jeweils einer Hand. Durch insgesamt 7 Level, die alle ein eigenes Setting haben, schießt man sich in diesem Lightgun-Shooter durch nahekommende Kreaturen und fährt mit der Lore stets weiter oder bleibt auch mal stehen, um eine Welle angreifender Gegner wieder zurück ins Grab zu befördern. Die Atmosphäre des Spiels bringt den Spieler in eine beklemmende Situation und ständig fühlt man sich beobachtet und hofft darauf, nicht plötzlich von einer Kreatur erschreckt zu werden denn Jumpscares, also Schreckmomente, gibt es viele in Rush of Blood. Nicht nur einmal habe ich so laut aufgeschrien, dass ich meine Frau aus dem Schlaf gerissen habe, die zwei Räume weiter ruhig geschlummert hat. Nach dem Schreck folgt erst einmal die Erleichterung und die Euphorie steigt. Das kann nur die Playstation VR!

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    Oft versuchen Euch Killer-Clowns den Garaus zu machen

    Während die erste Strecke noch harmlos erscheint und eher als Zielübung mit den virtuellen Waffen dient, wird es von Strecke zu Strecke schlimmer und gruseliger. Das Schlachthaus verstört etwa mit laut quiekenden Schweinen, die gerade geschlachtet werden, während Ihr blutverschmierten Kreissägen mit vollem Körpereinsatz ausweichen müsst. Die Minen des Todes hingegen führen Euch blindlings in einen abstürzenden Aufzug und aus allen Seiten angreifenden Wendigos. Auch gibt es immer mal wieder Strecken, die Euch eine virtuelle Achterbahnfahrt bescheren und auch hier merkt man wieder, wie sehr das Hirn einem einen Streich spielen kann. Ich hatte nicht nur dass Gefühl, dass es mir gleich den Magen aushebt, sondern auch, dass sich mein Sessel dreht, auf dem ich zum Zeitpunkt einer scharfen Kurve saß. Die Immersion ist also sehr gewaltig, Motion-Sickness gab es bei mir im gesamten Spiel allerdings keine.

     
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    Im Schlachthaus geht es sehr blutig zur Sache
    Die Steuerung der Move-Controller sowie des Wireless-Controllers funktioniert gut und das Zielen klappt auch großteils präzise. Fadenkreuz gibt es keines, dafür habt Ihr jedoch einen Lichtkegel, der Euch andeutet, wohin Ihr mit der jeweiligen Waffe zielt. Neben der normalen Pistole gibt es auch noch eine Uzi, ein Schrottgewehr sowie Magnum und Explosivgeschosse. In jedem der sieben Level gibt es Sammelobjekte zu finden, die Euch nicht nur eine bessere Punktezahl bescheren, sondern für die Platin-Trophäe maasgebend sind. Zum einen sind überall Köpfe von Puppen versteckt, die Ihr abschießen müsst, zum anderen gibt es pro Strecke einen speziellen Gegenstand, den Ihr finden sollt. Erst dann habt Ihr die Strecke zu 100% abgeschlossen. Dass dies nicht beim ersten Mal gelingt, ist vorhersehbar. Damit es allerdings nicht ganz so repetitiv ist, wenn Ihr die Strecken noch einmal spielt, gibt es immer wieder Gabelungen die Euch ermöglichen einen anderen Weg einzuschlagen und so einen neuen Abschnitt zu erleben.
     
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    Sehr einladend ist die Horrorfahrt nicht
    Die einzelnen Strecken haben eine länge von 10 bis 30 Minuten und die Story dauert etwa 2,5 Stunden. Wenn Ihr alles sammeln wollt, seid Ihr eine Weile beschäftigt. Wer das wahre Ende sehen möchte, muss die Story auf allen 4 Schwierigkeitsgraden absolvieren. Wirklich aufregend ist das Spiel nach dem zweiten Anlauf nicht mehr und auch die unterschiedlichen Wege der einzelnen Strecken biegen das nicht mehr gerade. Dafür macht der erste Durchlauf immensen Spaß und Rush of Blood bietet derzeit einen der besten Einstiege in die virtuelle Realität.
     
    Hinweis: Das Testmuster wurde uns vom Hersteller zur Verfügung gestellt.
    Hier könnt Ihr Until Dawn: Rush of Blood via Amazon kaufen
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    FAZIT

    Until Dawn: Rush Of Blood von Supermassive Games und Sony ist eines der Playstation VR Spiele, die unbedingt teil Eurer Sammlung sein sollten. Sofern Ihr genügend Mum dazu habt, denn das Spiel wartet nicht nur einmal mit Schreckmomenten auf. Obwohl das Spiel mit 2,5 Stunden ziemlich kurz geraten ist, bietet es in dieser Zeit eine kurzweilige und beängstigende Erfahrung, die man gerne einmal erlebt hat. Wer sich auf die gut versteckten Sammelobjekte und die vier unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade einlässt, hat sogar noch mehr vom Spiel. Spannend werden die nächsten Durchläufe trotz zahlreicher alternativer Weggabelungen jedoch nicht mehr. Die Steuerung der Bewegungs-Sensoren klappt sowohl beim Ausweichen der zahlreich platzierten Tötungsmaschinen sowie auch beim Zielen mit den zwei Waffen. Dieses Spiel bringt Euch garantiert zum Schwitzen!

    REVIEW OVERVIEW

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