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    Spieletest: Wolfenstein: Youngblood

    Im Wolfenstein: Youngblood, dem neuesten Ableger der Serie geht Ihr mal nicht mit B.J. Blazkowicz auf Nazi-Jagd, sondern mit seinen beiden Zwillingstöchtern. Ob das genauso viel Spaß macht und mit dem Erfolg von The New Colossus mithalten kann, verraten wir Euch in unserem Test.

    Wolfenstein… Was kann schon schief gehen?

    Ich erinnere mich noch genau an die Veröffentlichung von Wolfenstein: The New Colossus. Obwohl ich noch nie etwas mit der Serie anfangen konnte, war ich so gehyped auf das Spiel, dass ich kurzerhand die beiden vorherigen Teile namens The New Order und The Old Blood gesuchtet habe, nur um die Geschichte zu verstehen. Während mich die Vorgänger bereits überzeugt hatten, hat The New Colossus noch mal alles getoppt. Nicht zu Unrecht zählte ich die Tage bis zum Release von Wolfenstein: Youngblood. Und da war es endlich – rechtzeitig vor dem Wochenende, und mein Körper war bereits auf lange Nächte eingestellt. Doch was dann passierte, schockte nicht nur mich, sondern auch meinen Koop-Partner der nicht weniger auf das Spiel gehyped war.

    Wolfenstein: Youngblood
    In Wolfenstein: Youngblood spielt Ihr mit Jess und Soph

    Doch fangen wir erst einmal ganz von vorne an. Wolfenstein: Youngblood ist nicht wirklich eine Fortsetzung von The New Colossus, sondern konzentriert sich als Ableger der Serie auf die beiden Töchter von B.J. Blazkowicz. Als Jess oder Soph spielt Ihr daher ausschließlich zu zweit. Entweder mit einem Online-Freund, einem unbekannten Spieler aus der Spielersuche oder der akzeptablen KI. Die Geschichte spielt 18 Jahre nach den Ereignissen des Vorgängers und Eure Aufgabe besteht darin, Euren Vater B.J. zu finden, der plötzlich spurlos verschwunden ist. Dabei steht Euch eine semi-offene Welt zur Verfügung, die zwar in kleinere Abschnitte unterteilt ist, jedoch miteinander Verbunden ist. Anhand einer Stadtkarte zieht Ihr von Mission zu Mission und erledigt immer und immer wieder Aufgaben in den ständigen gleichen Gebieten, mit den ständigen gleichen Gegnern und der ständig gleichen Langeweile. Willkommen in Wolfenstein: Youngblood!

    Laaaangggweeiiiiilig…

    Ohh Mann .. War ich enttäuscht, als ich das erste Mal das Spiel gestartet habe. Zuerst war ich von der Grafik überrascht. Aber nicht im positiven Sinne, denn die erste Zwischensequenz erinnerte stark an ein Playstation 3 Spiel. Glücklicherweise änderte sich das, als ich meine ersten Schritte gehen durfte, denn die Ingame-Grafik sieht schon recht ordentlich aus. Unvoreingenommen und völlig verwirrt davon, was ich eigentlich gerade machen soll und wieso ich mich überhaupt dort befinde, wo ich mich gerade befinde, zog ich mit meinem Koop-Partner vorwärts, um meine erste Mission zu absolvieren. Kurzerhand wurden wir bereits von Nazis oder dem Regime “freundlich” mit Pistolenkugeln in Empfang genommen und schnell stellten wir fest, dass die direkte Konfrontation hier keinesfalls eine Lösung darstellt, sondern das Spiel von uns ein taktisches Vorgehen fordert. Nach ca 15 Minuten Spielzeit wurde dies noch mal vom Spiel deutlich gemacht, denn der erste “Game Over” Schriftzug flatterte über den Bildschirm und mit Tatendrang starteten wir erneut beim letzten Checkpoint… dem Anfang… WTF? Wieso zum Henker müssen wir die ganze Mission noch einmal von vorne beginnen?

    Tja… das war der Moment als uns Bethesda, MachineGames und Arkane Studios bestätigt haben, dass man offenbar mit allen Mitteln versucht hat, mehr Spieldauer herauszuschlagen. Diese Lektion lehrte uns, noch taktischer und fast schon ängstlich vor zu gehen. Nach knapp einer Stunde und einigen neuen Anläufen (Es gab später auch ein paar gut platzierte Checkpoints), fanden wir uns beim ersten Boss wieder und da begann der nächste Spaß… Wir haben ungelogen etwa 15 Minuten gegen einen menschlichen Kommandanten kämpfen müssen der neben seiner unmenschlichen Ausdauer, überhaupt keine Fähigkeiten aufweisen konnte und nach dem extrem langweiligen und unfairen Kampf, fragte ich mich erneut: Was mache ich hier und warum tue ich das überhaupt? Obwohl die darauf folgende Zwischensequenz ein wenig Aufklärung bot, erschloss sich mir der Sinn meiner Aufgabe immer noch nicht, doch es kam noch schlimmer….

    …dennoch Solide….

    Bis auf die Tatsache, dass die Entwickler merklich an den Checkpoints gespart haben und teilweise sogar darauf verzichten, präsentiert sich Wolfenstein: Youngblood als solider Shooter und erlaubt den Spielern ein wenig seinen Charakter anzupassen. Zum einen gibt es zahlreiche passive Fähigkeiten zum Erlernen. Neben mehr Gesundheit oder Rüstung, könnt Ihr auch Fähigkeiten wie Akimbo, dem Führen von zwei Waffen erlernen. Mit jedem Stufenaufstieg oder dem Absolvieren bestimmter Missionen erhaltet Ihr Skillpunkte, die Ihr für Fähigkeiten einsetzen könnt. Neben den passiven Fähigkeiten, könnt Ihr auch aktive, wie zum Beispiel Unsichtbarkeit oder Rammbock erlernen. Zusätzlich gibt es auch Fähigkeiten die nicht nur Euch stärken, sondern auch eure Zwillingsschwester und damit Euren Koop-Partner. Mit Münzen, die Ihr in der offenen Welt findet, verbessert Ihr Eure Waffen und schaltet so besondere Boni frei. Wer sich gänzlich von anderen Spielern abheben will, kauft sich die teuren Spielerskins, die man entweder mit der Ingame-Währung oder dem Echtgeld bezahlen kann. Es gibt also genug, um seinen Charakter zu verbessern oder seinen Wünschen entsprechend anzupassen aber leider ist das nicht alles, was zählt.

    ….aber echt Langweilig!

    Kurz nach der elendslangen Einführungsmission befinde ich mich in den Katakomben, meiner Basis in der sich zukünftig alles abspielen wird, was mit Missionen zu tun hat. Unsere erste Aufgabe um in der Geschichte fortzufahren lautet drei Brüder zu eliminieren. Neben dieser Aufgabe leuchten noch überall andere Rufzeichen auf der Karte auf, die eine Nebenmission kennzeichnen. Alles abgeholt, geht es zur Stadtkarte, die uns erlaubt, zum Gebiet unserer ausgewählten Aufgabe zu reisen. Schnell stellt sich heraus, dass wir mit unserer Stufe 7 noch nicht einmal annähernd an der empfohlenen Stufe angelangt sind, die für das Absolvieren einer der drei Story-Missionen notwendig ist und so beschlossen wir, ein paar Nebenmissionen zu machen. Um unsere Erfahrung der nächsten 3 Stunden in Worte zu fassen, bleibt nur eines zu sagen: Es war schrecklich! Nicht nur dass wir uns bei nahezu jeder Mission im selben Gebiet bzw. Gebietsabschnitt befanden, die Aufgaben sind so schwachsinnig und machen absolut keinen Spaß und schon nach kurzer Zeit verliert man einfach die Motivation weiterzuspielen. Eine Aufgabe führte uns sogar 2x in dasselbe Gebiet, zum selben Ort, um genau dasselbe erneut zu tun. Warum? Warum macht man die eigentlich großartige Serie so kaputt? Nun ja.. Wir haben uns dennoch durchgekämpft um im Spiel voranzukommen aber wirklich besser wurde es nicht.
     
     
    Es mag vielleicht einige Spieler geben, die genau auf dieses Spielprinzip – also stupides Rumgeballer und repetitive Inhalte – abfahren, aber als Wolfenstein-Fan war zumindest für mich das Spiel ein totaler Reinfall. Flache Story, langweilige, gestreckte Missionen und unfaire Spielmechaniken sollten in so einem Format keinesfalls vorkommen. Da hilft auch der kranke Humor der beiden Zwillingsschwestern nicht.

    Fakten

    Name: Wolfenstein: Youngblood
    Genre: Action-Shooter
    Entwickler: MachineGames, Arkane Studios
    Publisher: Bethesda Softworks
    Plattform: PS4 | XONE | SWITCH | PC
    Releasedatum: 26. Juli 2019
    Getestet auf: Playstation 4 PRO
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    Medien

    Das Spiel wurde uns für unsere Rezession vom Entwickler, Publisher oder einer Agentur zur Verfügung gestellt und beeinflusst nicht unsere Bewertung zum Spiel.

    FAZIT

    Mit Wolfenstein: Youngblood haben Bethesda, MachineGames und Arkane Studios einen Ableger veröffentlicht, der absolut nichts mehr mit der Serie gemein hat. Während sich das Gameplay und die Charakteranpassung solide präsentieren, kann der Rest des Spiels so gut wie gar nicht überzeugen. Hier wird der Inhalt mit langweiligen und repetitiven Missionen gestreckt und der Schwierigkeitsgrad so in die Höhe geschraubt, dass man nur langsam vorankommt. Die spärlich vorhandenen Checkpoints sind dabei keine große Hilfe. Die Story ist gegenüber den Vorgängern so gut wie gar nicht vorhanden und die Nebenmissionen führen Euch immer wieder zu denselben Gebieten. Noch nie war das Töten von Nazis so langweilig wie es in Wolfenstein: Youngblood der Fall ist.
    Gameplay
    6.1
    Inhalt
    5.5
    Präsentation
    5.9
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