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    Spieletest: Zombie Army 4: Dead War

    Mit Zombie Army 4: Dead War bringt Rebellion den vierten Teil des Zombieablegers von Sniper Elite auf die Konsolen. Mit besserer Grafik, abwechslungsreichen Gebieten und Charakter Progression soll sich der vierte Teil wesentlich von den Vorgängern abheben. Wir durften das Spiel für euch unter die Lupe nehmen.

    Diesmal doch nicht so Hirntot

    Ich geb es ja zu. Ich hatte mit Zombie Army und Sniper Elite bisher wenig am Hut, dennoch habe ich mir vor dem Test von Zombie Army 4: Dead War zumindest mal die “Zombie Army Trilogy” an die Brust genommen und exzessiv gespielt. Ohh man.. was war ich enttäuscht von dem Spiel. Langweiliges und stupides Rumgeballer mit so gut wie keiner Abwechslung und Motivation weiterzumachen. Damit war die Vorfreude die Fortsetzung dieses Spiels zu testen gigantisch…. nicht! Aber ich sollte noch mein Wunder erleben, denn für mich und die Zombies änderte sich plötzlich alles!

    Altes besser verpackt…

    Was sich in Zombie Army 4 jedenfalls nicht geändert hat, ist das Spielprinzip. Gemeinsam mit bis zu drei weiteren Spielern ist es die Aufgabe, die letzten Reste von Hitlers Nazizombies zu dezimieren. Man tritt also wieder in einzelnen Missionen gegen Zombiehorden an und verwendet dabei alle möglichen Mittel, um diese so brutal wie möglich zu vernichten. Das Scharfschützengewehr spielt dabei eine große Rolle und dient nach wie vor als Primärwaffe, die euch nicht nur die Möglichkeit bietet, Zombies aus sicherer Entfernung zu erschießen, sondern zeigt hi und da auch mal eine nette Killcam in der die Gewehrkugel in Zeitlupe auf das Ziel zurast und allen Mitspielern euren Präzisionsschuss präsentiert. Neben dem Gewehr gibt es noch eine Sekundärwaffe wie etwa eine MP44 oder eine Schrotflinte. Zuletzt und damit auch die letzte Reserve ist die Handfeuerwaffe, die man wirklich nur im Notfall verwenden sollte.

    Wie auch in den Vorgängern ist die Munition rar gesät und nicht selten wird sie euch ausgehen. Dann bleibt nur noch der Nahkampfangriff und die Flucht zu einer Munitionskiste, die diesmal in vier Ausführungen vertreten sind. Munition für euer Gewehr, eure Sekundärwaffe oder Handfeuerwaffe. Die letzte Ausführung gewährt euch volles Magazin all eurer Waffen. Die Munitionskisten sind fair im Spiel verteilt, wenngleich die ein oder andere gut versteckt platziert ist. Neu ist die Möglichkeit tote Zombies zu zerstampfen. Auch das bietet euch Munition für eure Waffen. Ob sich im Gedärm eines Zombies etwas verbirgt, gibt ein Indikator anhand eines Symbols über der Zombie Leiche bekannt. Man hat also mehr als genügend Möglichkeiten seinen Munitionsvorrat ständig aufzustocken.

    Viele Möglichkeiten sich von anderen abzuheben

    Rebellion führt in Zombie Army 4 erstmals Charakter und Waffen Progression ein lässt euch bereits bei der Charakterauswahl eine schwierige Entscheidung treffen, denn jeder der derzeit vier Charaktere besitzt Vor- und Nachteile. Während ihr vielleicht mehr Schaden mit Granaten machen könnt, leidet etwa eure Bewegungsgeschwindigkeit darunter. Während das nur kleine Dinge sind, die euch einzigartig gegenüber der anderen 3 Charaktere machen, bringen die neu hinzugefügten Perks ganz viel Potenzial, sich von anderen Spielern abzuheben. Im Laufe des Spiels schaltet ihr immer mehr Perks frei die in drei Kategorien gruppiert sind. Offensive, Defensive oder andere. Insgesamt 5 Slots für unterschiedliche Perks stehen euch zur Verfügung. Wechseln könnt ihr diese jederzeit in der Lobby oder in einem Unterschlupf – Dem Kapitel Checkpoint. Jeder Perk besitzt zudem 2 Aufwertungen, die ihr mit dem Absolvieren bestimmter Aufgaben freischalten könnt. Für den Granaten-Perk müsst ihr etwa oft genug eine Granate benutzen, um diesen aufzuwerten. Ähnliche Aufgaben gibt es auch für die anderen Perks. Jede Aufwertung bringt euch einen weiteren Vorteil oder verbessert eure Fähigkeiten.

    Neben den Perks kann man diesmal auch die einzelnen Waffen upgraden. Insgesamt 12 Verbesserungen bringt jede Waffe mit sich. Neben größeren Magazin oder erhöhten Schaden, könnt ihr so auch neue Eigenschaften für die jeweilige Waffe freischalten. Explosive Geschosse, Schüsse die euch heilen oder Stromstöße sind nur einige dieser Eigenschaften. Für jedes Upgrade benötigt ihr ein Upgrade-Kit, welche in den Missionen versteckt sind. Jede Waffe bringt ganz eigene Upgrades mit sich. Zurücksetzen lassen sich die Upgrades nicht, also sollte man sich gut überlegen, welche der insgesamt 10 Waffen man mit Upgrades versorgt.

    Aber nicht nur Waffen lassen sich verbessern. Auch Gegenstände wie Granaten oder Medikits lassen sich zu unterschiedlichen Ausführungen umwandeln. Dabei müsst ihr euch allerdings für eine von zwei Fähigkeiten entscheiden. Soll das Medikit auch tote Mitspieler Wiederbeleben können oder entscheidet ihr euch doch lieber für Gruppenheilung? All diese Möglichkeiten vermitteln den Spielern das Gefühl einzigartig zu sein und bringen zudem auch ein wenig Gruppendynamik in das Spiel. Aber das war noch längst nicht alles, denn auch Emotes, Kopfbedeckungen, Waffenanhänger und Waffenskins finden den Weg ins Spiel. Das meiste davon lässt sich durch den sogenannten Wehrpass freischalten. Das ist im Grunde nichts anderes wie eure Spielstufe. Erst mit der Maximalstufe 100 habt ihr alles freigeschaltet was der Wehrpass zu bieten hat. Danach geht ihr in den Prestigerang über und schaltet für alle weiteren 100 Level ein neues Abzeichen frei, welches ihr anderen Spielern präsentieren könnt.

    Abwechslungsreichere Missionen in unterschiedlichen Ländern

    Was mir jedoch am meisten an Zombie Army 4: Dead War gefallen hat, war die Abwechslung der Missionsgebiete. Insgesamt stehen euch im vierten Ableger der Serie 9 Missionen zur Verfügung. Die meisten davon sind in vier Kapitel unterteilt. Im Schnitt müsst ihr ca. eineinhalb Stunden pro Mission einplanen. Jede Mission findet in einem anderen Land, Stadt oder Gebiet statt und diese könnten nicht abwechslungsreicher sein. Während die erste Mission auf einem Bahnhof in Mailand stattfindet, besucht ihr in einer anderen Mission einen verlassenen Zoo in Kroatien. Gerade eben wart ihr noch in einem Sumpf, schon befindet ihr euch plötzlich in einem verlassenen Labor und kämpft euch durch kriechende Kreaturen. Die Umgebung wechselt oft vom entspannten Gemetzel zur düsteren, beklemmenden Atmosphäre und das gefällt.

    Aber nicht nur die Gebiete sind abwechslungsreicher als je zuvor, auch die Zombies haben an Vielfalt gewonnen. Von gewöhnlichen Zombies bis hin zu gepanzerten hirnlosen oder mit Kreissägen bewaffneten Spießgesellen. Selbst ein Zombie Hai versucht eure Gruppe auszulöschen und sorgt dabei oft für angst und schrecken. Die große Auswahl unterschiedlicher Zombietypen sorgt für eine stetig wechselnde Vorgehensweise und in Kombination mit der gigantischen Anzahl der gleichzeitig auftauchenden Zombies, leidet auch der Schwierigkeitsgrad sehr darunter. Wer das Spiel auf Normal absolvieren möchte, braucht schon sehr gute Nerven, denn oft gerät man durch die Anzahl der Zombies in Bedrängnis und einmal umzingelt, heißt es meist “Game Over”. Abhilfe verschaffen die zahlreichen Fallen, die man meist mit Beschuss auslösen kann. So aktiviert man etwa einen Propeller und saugt so hilflose Zombies ein. Wem das immer noch zu schwierig erscheint, kann den Schwierigkeitsgrad ändern. Zudem bietet Rebellion auch die Möglichkeit, die Anzahl der Zombies zu modifizieren. So kann jeder für sich selbst entscheiden, ob man das Spiel lieber einfacher und dafür entspannter oder doch lieber schwieriger und dafür mit einem besseren Scoring am Ende absolvieren möchte.

    Auch nach der Kampagne noch einiges zu tun

    Auch nach der Kampagne ist noch reichlich zu tun, denn neben den Missionen gibt es zudem noch den Horde-Modus. In diesem müsst ihr Zombiewellen überleben und euch gegen immer stärkeren Zombies behaupten. Außerdem bietet das Spiel eine wöchentliche Herausforderung. Das ist eine Mission mit verschiedenen Modifikatoren. So müsst ihr zum Beispiel die erste Mission lediglich mit einem Gewehr absolvieren. Dafür habt ihr allerdings unendlich viel Munition und eine erhöhte kritische Trefferrate. Als Belohnung dürft ihr euch über zahlreiche Erfahrungspunkte für euren Wehrpass, sowie Anpassungsgegenständen freuen. Sowohl die Mission als auch die Modifikatoren wechseln wöchentlich und bietet daher eine wiederkehrende Abwechslung.

    Grafisch ist Zombie Army 4: Dead War kein Meisterwerk aber dennoch sieht es sehr gut aus und vor allem die Atmosphäre wurde perfekt rübergebracht. Erstmals dürft ihr euch zwischen den Missionen mit kleinen Zwischensequenzen vergnügen. Auch auf nationalsozialistische Symbolik muss man diesmal nicht verzichten, wurde zumindest in unserem Muster keine davon zensiert oder durch andere Zeichen ersetzt. Besonders gut haben mir auch die vielen Eastereggs und geheimen Ereignisse gefallen. Auch kleine Rätsel haben den Weg ins Spiel gefunden. Als Belohnung warten dabei oftmals Sammelobjekte wie Upgrade-Kits, Comics, Dokumente oder “Eiskalte” Händchen. Durch besondere Herausforderungen dürft ihr außerdem euer ganz eigenes Stickerbuch vervollständigen. Zombie Army 4: Dead War hat also eine Menge zu bieten und unterhält für viele Stunden.

    Fakten

    Name: Zombie Army 4: Dead War
    Genre: Zombie Shooter
    Entwickler: Rebellion
    Publisher: Rebellion
    Plattform: PS4 | XOne | PC
    Releasedatum: 04. Februar 2020
    Getestet auf: Playstation 4 PRO
      Bei Amazon kaufen

    Medien

    Das Spiel wurde uns für unsere Rezession vom Entwickler, Publisher oder einer Agentur zur Verfügung gestellt und beeinflusst nicht unsere Bewertung zum Spiel.

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    FAZIT

    Obwohl ich anfangs aufgrund der Vorgänger etwas skeptisch war, hat mich Zombie Army 4: Dead War positiv überrascht. Alle negativen Aspekte, die mich in dieser Serie gestört hatten, sind nicht mehr vorhanden. Die Gebiete sind abwechslungsreich und endlich darf man seinen Charakter und Waffen anpassen. Perks sorgen für Individualität und erlauben den ganz persönlichen Spielstil. In jedem Gebiet wurde viel Liebe reingesteckt und das sorgt für die gewisse Authentizität. Zombie Army 4: Dead War ist ein Zeitloser, kooperativer Shooter mit jeder Menge Nazis und Gore. Daher bleibt mir letztendlich nur eines zu sagen: Schnappt euch eure Freunde und fangt an Zombies zu metzeln!
    Gameplay
    8.7
    Inhalt
    8.6
    Präsentation
    8.7

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