The Division (PS4)

The Division ist eines der Spiele, welches schon Monate vor Release gelobt wurde. Wir haben das Spiel für Euch auf Herz und Nieren getestet und dabei alles erledigt, was es zu erledigen gibt, um Euch den bestmöglichsten Eindruck des Spieles zu vermitteln. Ist der Hype gerechtfertigt oder ist das Spiel letztendlich doch nur Einheitsbrei? Erfahrt es in unserem Review zu The Division:

New York wie wir es kennen existiert nicht mehr. Durch ein Pockenvirus wurde der Großteil der Bevölkerung ausgemerzt. Durch den Fall der Gesellschaft haben sich kriminelle Banden gebildet und terrorisieren die übrig gebliebenen Menschen in New York. Das Chaos kann nur von einer Organisation namens Strategic Homeland Division beseitigt werden. Nachdem die erste entsandte Division Gruppe spurlos verschwunden ist, wird eine zweite Gruppe entsendet um wieder Ordnung in New York zu schaffen und nebenbei herauszufinden, was mit der ersten Gruppe passiert ist.

Um dieser Aufgabe nachzugehen, erstellen wir also unseren Division Agenten mithilfe eines Charaktereditors. Die Möglichkeiten der individuellen Gestaltung sind stark begrenzt, sodass man gerademal eines der vordefinierten Gesichter sowie die Frisur ändern kann. Das lässt stark vermuten, dass am Ende alle Spieler gleich aussehen werden. Um sich jedoch von der Menge abzuheben, sorgen die unterschiedlichsten Kleidungsstücke, die im ganzen Spiel gefunden werden können.

Nachdem man sich für ein Aussehen entschieden hat, startet man direkt auf den Straßen von Brooklyn und lernt anhand einer Einführung die Steuerung sowie die Geschichte des Spiels kennen. Gleich zu beginn erkennt man das taktisch angehauchte Gameplay. Überall sind Deckungen, hinter denen man sich verstecken kann und zukünftig auch tun sollte. Nach ein paar Einsätzen werden wir mittels Heli nach Manhattan befördert. Dort beginnt das eigentliche Spiel und fortan gilt es, wieder Ordnung herzustellen. Ein schwieriges Unterfangen, wie sich herausstellen wird.

1372171785_1370901007_tc_the_division_screen_water_street_view_web_130610_4h15pmptUnser erstes Ziel: Die Operationsbasis. Dreh und Angelpunkt der Division. Zukünftig werden wir hier die einzelnen Flügel nach und nach wiederaufbauen, um so bessere Fähigkeiten zu erhalten und notwendige Einrichtungen wie z. B. Krankenstationen und Notquartiere einzurichten. Wie bereits angesprochen gibt es 3 Flügel. Der Technik-Flügel, Medizin-Flügel sowie Sicherheits-Flügel. Um diese wiederaufzubauen, bedarf es jedoch flügelabhängige Ressourcen. Diese erhält man in Kampfmissionen sowie Hauptmissionen. Je nachdem welchen Flügel man aufbaut, erhält man flügelspezifische Fähigkeiten. Baut man etwa den Medizin-Flügel aus, darf man sich über heilende Fähigkeiten freuen. Letztendlich ist es jedoch egal, denn unser Ziel ist es ohnehin, alle Flügel vollständig auszubauen.

Der Content ist unterteilt in 3 Abschnitte. Zum einen wären hier die Hauptmissionen, die auf der Karte mittels einem der drei Flügelsymbole markiert sind. Neben einer Menge EXP und Ressourcen, bilden diese Missionen den Kern der Story und schildern uns die Geschehnisse und Auswirkungen des Pockenvirus. Die Storymissionen sind gut inszeniert und bieten Abwechslung. Am ende jeder Story-Mission wartet ein zäher Boss darauf, von uns umgenietet zu werden. Dafür dürfen wir uns über meist bessere Ausrüstung freuen.

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Die Gebietskarte gibt Details über naheliegende und entfernte Ereignisse

Darüber hinaus gibt es noch die sogenannten Kampfmissionen. Diese sind mittels farbigen Dreckecken auf der Karte markiert und je nach Farbe, erhält man für den Abschluss einen gewissen Anteil der Flügel-Ressourcen. Abwechslungsreich sind diese Missionen allerdings nicht. So läuft es eigentlich immer ähnlich ab. Entweder man muss einen Punkt für einen gewissen Zeitraum verteidigen, Geiseln retten oder die Basis des Feindes stürmen und den Boss darin besiegen. Das mag zwar anfangs noch recht witzig sein, wird jedoch relativ schnell eintönig in Anbetracht dessen, dass es so viele Missionen davon gibt.

Außerdem gibt es auch noch die Nebenmissionen. Dargestellt als Hexagon, bieten diese weit mehr Abwechslung als die optionalen Kampfmissionen. Großteils läuft es allerdings darauf hinaus, eine bestimmte Person zu finden, jemanden zu vernichten oder einer Welle an Gegnern standzuhalten. Als Belohnung darf man sich allerdings immer über eine Blaupause freuen. Diese wird dazu verwendet, Gegenstände herzustellen. Notwendig sind diese Blaupausen der Nebenmissionen allerdings nicht, findet man leicht besseres Zeug durch Gegner oder schwierigeren Missionen.

Um einen Überblick über all jenen Content zu behalten, sind die Gebiete in Regionen unterteilt. Jede Region besitzt eine empfohlene Stufe. Außerdem gibt es in jeder dieser Regionen ein sogenanntes Safehouse. Betritt man dieses zum ersten mal, darf man zukünftig via blitzreise dorthin teleportieren. Außerdem wartet in jedem Safehouse ein NPC welcher alle Nebenmissionen der Region aufdeckt sowie eine Karte die uns alle Kampfmissionen der Region anzeigt. Fleissige Spieler sehen darin nun ein ziel, alle Regionen zu vervollständigen.

Neben all den Missionen gibt es wie in jedem Ubisoft Spiel auch die “geliebten” Sammelobjekte. The Division hat reichlich davon. Knapp 300 Objekte wollen gesammelt werden. Seien es Echo’s, die uns Geschehnisse der Vergangenheit zeigen oder Telefone, die uns das letzte Gespräch wiedergeben. Um nicht wie wild in Manhattan herumzuirren, um jedes dieser Objekte zu finden, gibt es eine Fähigkeit, welche uns die Suche erleichtert. Sobald Ihr nämlich die Hundestaffel im Sicherheits-Flügel ausbaut und anschließend alle Missionen (Kampf sowie Nebenmissionen) einer Region abschließt, werden alle Objekte der Region auf der Karte angezeigt. Danach müsst Ihr nur noch zu den jeweiligen Punkten laufen und nach und nach die Gegenstände einsammeln. Neben unzähligen Hintergrundinfos dürft Ihr Euch ebenso auf eine spezielle Jacke freuen, sobald Ihr alle Objekte der einzelnen Kategorien gesammelt habt.

1372171783_1370900966_tc_the_division_screen_police_station_corridor_web_130610_4h15pmptUm immer tiefer in Manhattan vorzudringen, bedarf es natürlich immer bessere Ausrüstung sowie Fähigkeiten. Fähigkeiten schaltet Ihr durch den Wiederaufbau von Flügel frei. So wie die Flügel, sind auch Eure Fähigkeiten in 3 Kategorien unterteilt. Medizin, Schutz und Tech. In anderen Genres würde man von einer Unterteilung in Heal, Tank und Schadensausteiler sprechen. Sobald Ihr eine der Fähigkeiten erlernt habt, könnt Ihr maximal zwei (Später eine weitere Spezielle) davon ausrüsten. Mit den Schultertasten können diese dann im Kampf aktiviert werden. Sind Eure Flügel fortgeschrittener, dürft Ihr Eure Fähigkeiten modifizieren. Dadurch gewähren Euch diese einen zusätzlichen Effekt. Neben den Fähigkeiten gibt es auch noch Talente. Davon dürft Ihr maximal 4 Auswählen. Diese sind ebenso in 3 Kategorien unterteilt und gewähren Euch einen andauernden Vorteil. Zu guter Letzt gibt es noch die sogenannten Perks (oder Vorteile). Diese schaltet Ihr ebenso mit dem Ausbau der Flügel frei und bereichern Euch mit nützlichen Dingen wie z. B. mehr Medizinplätze, größeres Inventar oder Ähnlichem. Sobald ein Vorteil freigeschaltet wurde, ist dieser automatisch aktiviert und bedarf keiner manuellen Aktivierung mehr. Für Vorteile entscheiden müsst Ihr Euch auch nicht, sind alle davon stehst aktiviert.

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Echo’s zeigen Bilder der Vergangenheit

Unzählige Ausrüstungsplätze warten darauf, von Euch mit besseren Gegenständen befüllt zu werden. Neben 3 Waffen (Primär, sekundär sowie Handfeuerwaffe), gibt es noch sechs weitere Plätze, die Ihr mit Ausstattung befüllen solltet. Die Gegenstände sind in unterschiedlichen Farben unterteilt und stellen somit den Seltenheitsgrad dar. Sind weiße Gegenstände die schwächsten, bilden die gelben und somit legendären Gegenstände derzeit die Königsklasse. Um Eure Waffen zu verbessern, dürft Ihr diese mit Modifikationen ausstatten. Auch diese können gefunden werden und sind farblich gekennzeichnet. Je nach Modifikation ändern sich die Werte sowie Eigenschaften der Waffe. Die Modifikationen können jederzeit bedenkenlos wieder aus der Waffe entfernt werden, wenngleich auch eher mühsam da man jeden einzelnen modifizierbaren Platz auswählen muss, um das zu tun. Insgesamt bietet The Division 6 unterschiedliche Waffenarten an.

Sobald man die Maximalstufe von 30 erreicht hat, beginnt das “Endgame”. Dieses sieht in The Division folgendermaßen aus: Täglich hat man die Möglichkeit zwei Hauptmissionen in einem anderen Schwierigkeitsgrad zu wiederholen. Eine davon muss auf “Schwierig” die andere auf “Herausfordernd” abgeschlossen werden, gelingt dies darf man sich über Phönix-Credits sowie starke Ausrüstung freuen. Ersteres wird dazu verwendet, in der Operationsbasis legendäre Gegenstände oder Blaupausen zu erwerben. Neben diesen täglichen Missionen gäbe es auch noch die Darkzone. Ein weitläufiges Gebiet, welches mit unzähligen, herausfordernden Gegnern befüllt ist. Wäre das nicht bereits genug des Übels, kann es vorkommen, dass man anderen Spielern begegnet, die abtrünnig geworden sind.

TCTD_screen_Outside_DepartmentStore_e3_150615_4pm_PT_1434323964Die Darkzone ist nämlich das einzige Gebiet, welches Spielern erlaubt, sich gegenseitig anzugreifen. Der Anreiz dazu ist die Tatsache, dass man beim Ableben in der Darkzone all seine, innerhalb der Darkzone gefundenen Gegenstände fallen lässt. Diese können dann von anderen Spielern gestohlen werden. Um dem vorzubeugen, sollte man seine Gegenstände innerhalb einer Bergungszone schnellstens mittels Helikopter abholen lassen. Da die gefundenen Gegenstände alle kontaminiert sind, ist dies die einzige Möglichkeit das gefundene Hab und Gut außerhalb der Darkzone zu befördern. Aktiviert man jedoch eine Bergungszone, muss man ungefähr 2 Minuten ausharren, bis der Helikopter da ist. Schlecht an der Sache: Alle Spieler im selben Darkzone-Sektor erfahren darüber und das lockt mitunter abtrünnige an. Die Darkzone ist ein ständiges Katz-und-Maus Spiel, welches neben einem großen Kick auch zu einem noch größeren Frust führen kann.

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Im Spiel steckt viel Liebe zum Detail

Angenehm ist die Spielersuche: Ob allein oder mit Freunden in der Gruppe, leere Plätze lassen sich zumindest jetzt noch in Sekunden befüllen. Dafür sorgt die Spielersuche Funktion. Ob für eine Hauptmission, Darkzone oder Nebenmission: Mittels einfachem Tastendruck, lassen sich schnell und unkompliziert weitere Mitstreiter suchen und daraus aus maximal 4 Spielern eine Gruppe bilden. Dies ist vor allem nach Erreichen der Stufe 30 erforderlich. Abgesehn davon spielt es sich einfach angenehmer, wenn man weiß, dass man nicht alleine gegen unzählige Schurken kämpft.

The Division läuft mit einer Auflösung von 1080p und einer Bilderwiederholungsrate von 30 Bildern pro Sekunde. Auf der XONE wird mit einer dynamischen Auflösung gearbeitet, um die angepeilten 30fps zu halten. Grafisch ist The Division zumindest auf den Konsolen keine Revolution, kann sich jedoch durchaus sehen lassen. Die liebe zum Detail, erkennt man nahezu hinter jeder Ecke. Die Server liefen bis zur Veröffentlichung dieses Reviews immer ohne Probleme. Da es sich um ein Online-Spiel handelt, muss das Spiel ständig über eine stabile Internetverbindung verfügen.

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FAZIT

The Division hat Potenzial die Spielergemeinde langfristig zu unterhalten. Bis dato schöpft es dieses jedoch mit dem Mangel an Endcontent Inhalten noch nicht aus. Auch die Abwechslung fehlt. Sei es die geringe Anzahl unterschiedlicher Waffenarten, den Setting bedingten, immer gleich aussehenden Gegnern oder den teils repetitiven Kampfmissionen. Abseits dessen wird man mit The Division eine Menge zeit voller Unterhaltung verbringen. Spielt man das Ganze dann auch noch in einer Gruppe, steigt der Spaßfaktor rapide an. Die Darkzone mag zwar oftmals zu Frust führen, bietet jedoch ein einzigartiges und durchdachtes Konzept. Generell kann man sagen, dass Destiny Spieler hier einen würdigen Nachfolger finden könnten, mit Destiny vergleichen würde ich The Division jedoch nicht.

REVIEW OVERVIEW

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